Zwischen Schadenfreude und Sarkasmus
Als der Münchener Flughafen seinerzeit 28 km von München entfernt in Betrieb genommen wurde, soll aus Berlin gefrotzelt worden sein, dass er tatsächlich nur mit dem Flugzeug zu erreichen sei.
Aktuell könnte es aus München zurück schallen, dass der neue Berlin-Brandenburger Flughafen mit fast allen Verkehrsmitteln zu erreichen ist – nur eben nicht mit dem Flugzeug.
In Berlin geht man mit Meldungen zum Kopfschütteln heiter-sarkastisch um: „Berlin kriegt keinen hoch“, „Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu eröffnen!“ und „Mr. Wowereit, please open this Gate!“ sind nur einige Beispiele, die das Unfassbare im Falle BER erträglich machten.
Aber diese Zeit ist vorbei. Zur vierten Verschiebung des Eröffnungstermins und allen Begleitmeldungen von der Schreckensbaustelle fällt einem nichts Witziges mehr ein!
Willy Brandt, der seinen Namen für den Untertitel des Flughafens herhalten musste, wird sich bereits mehrfach im Grab gedreht haben. Eine Umdrehung galt sicherlich der Verweigerung der Übernahme von Verantwortung seitens der Mitglieder des Aufsichtsrates. Willy Brandt wusste noch, wie das geht.






