Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Schlagwort ‘Twitter’

MdB veröffentlicht Social Media-Leitfaden

Montag, 29. April 2013

Immer mehr Bundestags-Abgeordnete nutzen Social Media-Kanäle. Dieser Hinweis hat weder Neuigkeitswert, noch ist er überraschend.

Wenn ein MdB jedoch einen „Leitfaden Social Media 2013“ veröffentlicht, dann ist das eine Nachricht!

Es geht um den CDU-MdB Dr. Peter Tauber, der mit dem nachfolgenden Leitfaden den Einsatz sozialer Medien für die politische Kommunikation thematisiert.

In einem Kurz-Interview äußerst sich Dr. Tauber über die Beweggründe, den Leitfaden zu verfassen, die Möglichkeiten von Social Media in der politischen Kommunikation und ihre Bedeutung bei der kommenden Bundetagswahl.

Dr. Tauber bei twitter und bei facebook.

SocialMedia Leitfaden Peter Tauber 2013

 

Verbände, unter die Piraten!

Freitag, 21. Oktober 2011


Viele Verbände, genauer deren haupt- und ehrenamtliche Führungskräfte, tun sich nach wie vor schwer, Dimensionen und Relevanz der Sozialen Medien als Diskussions- und Informationskanäle nachzuvollziehen. Entsprechend eingeschränkt bleiben so gegebenenfalls die Möglichkeiten der Informationsgewinnung, der internen Abstimmung sowie der erfolgreichen externen Interessenvertretung.

Darüber, wie ein beeindruckender Lernprozess über die Dimensionen des Netzes und seiner praktischen Möglichkeiten vonstattengehen kann, hat der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagesfraktion, Peter Altmaier, in zwei Beiträgen in der Rubrik „Digitales Denken“ von faz.net Auskunft gegeben.

Unter „Ich beginne zu begreifen“ und „Mein neues Leben unter Piraten“ hat Altmaier seinen Erkenntnisgewinn und seine Reflektion darüber beschrieben. An dieser Stelle zitiert Verbände//Talk einige besonders lesenswerte Passagen:

Aus „Ich beginne zu begreifen“

Schöne neue Welt – Hinweise für den Twitter-Einstieg

Dienstag, 7. Juni 2011

Vor gut einem Jahr begann mein zweites Post in diesem Blog mit dem Hinweis, dass Verbände eine starke Verunsicherung über das Potential der Sozialen Medien verspüren. „Müssen wir eigentlich twittern?“ ist gleichzeitig Ausdruck von Unsicherheit wie Hoffnung darüber, dass der Social Media-Kelch doch bitte an einem vorübergehe.

Twitter ist eine feste Größe in der Social-Media-Welt und mittlerweile sind dutzende von Twitter-Ratgebern ins Netz gestellt worden. Verschiedentlich sind diese so umfassend bzw. spezifisch, dass sich Unsicherheit und die dargestellte Hoffnung eher vergrößern denn reduzieren.

Für den Twitter-Einstieg von Verbänden daher an dieser Stelle meine 5 Hinweise.

Journalisten – von Kommunikationskanälen und Sprachcodes

Donnerstag, 7. April 2011

Im Februar habe ich auf eine Studie hingewiesen, die das Nutzerverhalten von Twitter durch Journalisten analysiert.

Mittlerweile wissen wir, dass die Hauptstadtkorrespondenten offensichtlich nicht Teil der Stichprobe gewesen sein können. Die Experten für Kommunikation entblößten sich in der Bundespressekonferenz (hier noch mal als Videobeweis) als auf traditionelle Kanäle fixierte Social-Media-Laienschaar, was zu verdient höhnischer Kommentierung durch die Internet-Gemeinde und auch von Kollegen geführt hat.

Diese ernüchternde Tatsache sollte nicht dahingehend ausgelegt werden, die bereits mehrfach ins Auge gefasste Formulierung einer Social-Media-Strategie ein weiteres Mal zu verschieben. Sie ist essentiell für die gezielte moderne Verbandskommunikation und damit für den Erfolg der Organisation. Und der Großteil der Journalisten hat aus unterschiedlichen Gründen eine Affinität zu den Social-Media-Kanälen.

Sprachcodes

Andere Gewohnheiten in der Kommunikation mit Journalisten behalten ihre Gültigkeit. Dazu gehören die Sprachcodes, die klären, wie Äußerungen von Politikern von Journalisten zitiert bzw. verwertet werden dürfen. Es werden traditionell drei Codes unterschieden:

  • „Unter eins“ legt fest, dass die kommunizierte Information unter Nennung des Urhebers wörtlich wiedergegeben werden kann. Also etwa „Bundesverkehrsminister Ramsauer hat im Bahnprojekt Stuttgart21…“. Politiker formulieren unter eins vorsichtiger als
  • „unter zwei“. Dieser Code meint, dass zwar die Information und auch das Umfeld wiedergegeben werden, aber nicht direkt zitiert werden dürfen: „Aus Kreisen der Fraktion war zu erfahren, dass das Bahnprojekt Stuttgart21 …“.
  • „Unter drei“ schließlich legt fest, dass Journalisten erhaltene Informationen für den eigenen Hintergrund nutzen können, nicht aber veröffentlichen dürfen.

Ein entsprechender Hinweis kann pauschal vor Gesprächsbeginn gegeben werden oder auch gesondert bei politisch heikleren Einzel-Informationen, wenn diese beispielsweise gezielt an die Öffentlichkeit transportiert werden soll.

Die Sprachregelung und ihre Beachtung sind existentiell für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Politik sowie Journalisten.

 

Wie Journalisten Twitter nutzen

Donnerstag, 3. Februar 2011

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Studien über die Entwicklung und Nutzung Sozialer Medien. Unter dem Titel Twitter und Journalismus hat sich das Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen ausführlich dem Microblog gewidmet.

Die Studie basiert einerseits auf einer Sekundäranalyse zur Twitter-Nutzung und andererseits auf einer Befragung von 70 Internet-Redaktionsleitern im Mai und Juni 2010.

Die Autoren interessierten insbesondere die Fragestellungen,

  • welchen Einfluss nutzergenerierte Informationen auf die Produktion professioneller Nachrichten haben,
  • welchen Einfluss sie auf die Rezeption von Nachrichten haben,
  • ob die Dienste herkömmliche Nachrichtenquellen oder weitere Informationsangebote ersetzen, und
  • wer die Dienste und aus welchen Gründen nutzt.

Einige zentrale Ergebnisse der Studie sind auch für Verbände interessant: