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Schlagwort ‘Studium’

5 Fragen an … Prof. Dr. Hilmar Sturm und Prof. Dr. Günter Käßer-Pawelka zum Studienangebot „Verbandsmanagement“

Mittwoch, 4. April 2012

Prof. Dr. Hilmar Sturm leitet seit Anfang 2012 den Studiengang. Der gelernte Kaufmann und studierte Wirtschaftswissenschaftler hat sich seit 1995 an der TU München wissenschaftlich und beratend mit Verbandsmanagement befasst, er ist Mitgründer und Vorstand des Instituts für Verbandsforschung und -beratung SVV.

Prof. Dr. Günter Käßer-Pawelka ist verantwortlicher Studiendekan für den Studiengang BWL-Dienstleistungsmanagement. Er ist seit 1989 in der Lehre an der Dualen Hochschule (bzw. der früheren Berufsakademie) engagiert und maßgeblich verantwortlich für den Aufbau der Studienangebote im Dienstleistungsmanagement. Der Studienschwerpunkt Verbandsmanagement wurde in den letzten Jahren in enger Zusammenarbeit mit der DGVM und mit verschiedenen Verbandsgeschäftsführern bedarfsgerecht entwickelt.

V//T: Herr Käßer-Pawelka, Herr Sturm, die Hochschullandschaft in Deutschland hat mit einem Angebot speziell für verbandsrelevante Tätigkeitsprofile lange gezögert. Warum ist ein Hochschulangebot speziell für das Verbandsmanagement sinnvoll?

Hört, hört: Lobbyisten haben guten Ruf!

Donnerstag, 19. August 2010

Im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) befragte forsa im Juli 2010 die Deutschen nach ihrer Meinung über Lobbyisten. Danach bewerten insbesondere junge Menschen Lobbyarbeit als positiv.

Das DUW erklärt, dass 48 Prozent der Deutschen es „in Ordnung“ finden, dass Lobbyisten in Berlin und Brüssel Interessen von Unternehmen, Verbänden und anderen Organisationen vertreten. Unter Schülern und Studenten ist die Akzeptanz nach Erkenntnissen von forsa mit 63 Prozent besonders hoch. Unter den 30- bis 44-Jährigen überwiege mit 53 Prozent immerhin noch die positive Bewertung. Jeder Dritte halte den Einfluss von Interessengruppen sogar für „zu gering“.

Nun könnte sich die Frage ergeben, wieso gerade das DUW diese Studie in Auftrag gegeben hat. Die Pressemitteilung der Fernuni mit Sitz in Berlin gibt drauf bald eine eindeutige Antwort: „Die Diskussionen um Korruption und schwarze Schafe allerdings zeigen, dass mehr Transparenz in der Lobbyarbeit nötig ist. Vor allem bedarf es klarer Regeln, was Lobbyisten als Qualifikation können sollen und in ihrer Arbeit machen dürfen. Interessenvertreter müssen professionell handeln und das nach klaren Regeln. Eine wissenschaftliche Ausbildung ist die beste Grundlage dafür. Waren Lobbyisten früher Quereinsteiger, so entwickeln heute Hochschulen wie die Deutsche Universität für Weiterbildung spezialisierte Masterprogramme für dieses Berufsfeld.“

Aha. Besagter Studiengang am von der Freien Universität Berlin und der Stuttgarter Klett Gruppe getragenen DUW heißt European Public Affairs und beginnt im Oktober 2010. Viel Erfolg!

 

Studiengänge für Tätigkeitsprofile in Verbänden

Mittwoch, 11. August 2010

Aufgaben und Struktur von Verbänden erfordern von ihrer Mitarbeiterschaft besondere Qualifikationen. Die Mitarbeiter mit akademischem Anforderungsprofil sind in der Regel Quereinsteiger, kaum eine Person beginnt ihre berufliche Laufbahn bei einem Verband. Die Vermittlung von Besonderheiten des Verbandslebens, der dafür notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der steigenden Professionalisierungsanforderungen erfolgt somit durch learning on the job.

Umso erstaunlicher mutet es an, dass die Hochschullandschaft in Deutschland mit einem akademischen Angebot speziell für verbandsrelevante Tätigkeitsprofile lange gezögert hat. Dies ändert sich aktuell auf beeindruckende Weise. Nachfolgend ein Überblick, der ebenfalls Angebote für NGOs berücksichtigt.