Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Schlagwort ‘Social Media’

Aktuelle Herausforderungen für Verbände

Montag, 10. März 2014

Junger Mann mit MegafonVerbände koordinieren und vertreten Interessen. Sie sind Informationsbroker und Berater sowie Dienstleister für ihre Mitglieder aus Branchen oder Berufsständen.

Hinter dieser schmucklosen Beschreibung der Kernaufgaben steckt ein erheblicher Kommunikationsaufwand. Mitglieder, Politik, Behörden, Organisationen, Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit sind gleichzeitig Adressaten wie Anspruchsteller der Informations-, Abstimmungs- und Vermittlungsbemühungen von Verbänden.

2013 – Der kurze Rückblick

Sonntag, 5. Januar 2014

im spiegelGut erholt, reich beschenkt und um durchschnittlich 2,5 Kilo schwerer kommen wir aus den Weihnachtsferien zurück in die Büros.

Nun stehen Jahresplanungen an, vielleicht stecken sogar Zielfindungs- und Strategieentwicklungsprozesse in der Pipeline.

Bevor diese aufgerufen werden, lohnt sich ein Blick zurück in das Jahr 2013. Was war wichtig? Wo lagen die Trends? Wozu müssen wir uns positionieren?

Hier die vier Themen im Schnelldurchlauf, die in meinen persönlichen Verbände-Jahresrückblick gehören:

Ankündigung: Strategien, Monitoring Tools und Social Media für Verbände

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Kurzfristig weise ich auf eine Veranstaltung am 10.12.2013 zum genannten Thema hin, deren Anmeldefrist bis morgen 5.12. läuft. Zur Vorstellung des Programms nutze ich den Text des Einladungsflyers:

“Social Media bieten nicht nur für Wirtschaftsunternehmen eine hervorragende Möglichkeit, mit den eigenen Zielgruppen in einen Dialog zu treten, auch die Kommunikation von Verbänden profitiert von Facebook, Twitter und Co. Doch ob ein Social-Media-Engagement für Verbände erfolgversprechend ist, hängt nicht nur von den richtigen Kanälen und einer webaffinen Zielgruppe ab. Auch die Verbände müssen sich auf das Medium einstellen und den Ressourceneinsatz sorgfältig planen.

  • Können Social-Media-Kanäle permanent „bespielt“werden?
  • Welche Herausforderungen bringen soziale Medien für Freigabeprozesse in Verbänden mit sich?
  • Welche Tools gibt es?

Der eBusiness-Lotse Berlin und Xinnovations laden Sie zur Veranstaltung „Strategien, Monitoring, Tools – Social Media für Verbände“. Experten stellen Beispiele aus der Verbandskommunikation vor, geben Tipps für ein umfassendes Social Media Monitoring und präsentieren Instrumente für Ihr Social-Media-Engagement.”

Programm

18.00 Uhr Unsere Leistungen im e-Business-Lotsen Berlin
(Mailin Winter – Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut)

18.15 Uhr Social Media als Mitgliedermagnet?!
(Christian H. Schuster – IFK)

18.35 Uhr Tame – Recherche in Sozialen Medien
(Tobias Wagner – Tame)

18.55 Uhr Social Media Monitoring – Agenda-Setting (auch) für die Verbandsarbeit
(Oliver Berger – uberMetricsTechnologies)

19.30 Uhr Get together

20.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Veranstaltung findet statt im CINIQ – Center for Data and Information Intelligence, Salzufer 6, 10587 Berlin.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 5. Dezember über das Online-Formular an.

 

5 Fragen an Prof. Olaf Hoffjann zur Relevanz und Nutzung von Social Media durch Verbände

Mittwoch, 20. November 2013

ov_hoffjanngrossEndlich gibt es eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Nutzung der sozialen Medien durch Verbände in Deutschland.

Eine von der Otto-Brenner-Stiftung geförderte Studie zur Verbandskommunikation untersucht die Veränderungen der internen wie externen Kommunikation bei Verbänden in den vergangenen Jahren im Allgemeinen sowie die Relevanz und die Nutzung der sozialen Medien im Besonderen.

Verbände//Talk spricht mit dem Leiter der Studie Prof. Dr. Olaf Hoffjann, der an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften im Studiengang Medienmanagement in Salzgitter arbeitet.

V//T: Herr Prof. Hoffjann, Sie stellen als ein Ergebnis der Studie fest, dass klassische Massenmedien für Verbände in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden sind, nicht nur trotz einer zunehmenden Nutzung sozialer Medien, sondern sogar mit deren Unterstützung. Das müssen Sie erklären …

OH: Journalisten sind bei vielen Facebook- und Twitter-Aktivitäten eine wichtige Zielgruppe. Einige Twitter-Kanäle zielen sogar ausschließlich auf Journalisten. Hier geht es dann weniger um eine direktere Ansprache von Mitgliedern und potenziellen Unterstützern, sondern lediglich um eine andere Ansprache von Journalisten. Soziale Medien sind damit bei einigen Verbänden eine Fortführung der Pressearbeit mit anderen Mitteln.

V//T: Haben Sie den Eindruck gewonnen, dass der Einsatz sozialer Medien zur internen und/oder externen Kommunikation bei den beteiligten Verbänden strategisch sehr gezielt sowie Zielgruppen gerecht angegangen wird?

Warum Digital Natives die Kultur in Verbänden verändern werden

Dienstag, 24. September 2013

ov_digitalnativefotolia_53481611_sZahlreiche Veränderungsprojekte in Verbänden haben ihren Ursprung in den umwälzenden Entwicklungen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie: Computer, mobile Endgeräte, das Internet sowie eine Flut von Anwendungsprogrammen prägen die Art und Weise wie wir arbeiten.

Technische Innovationen erleichtern die Kommunikation, die Organisation von Wissen, den ortsunabhängigen Zugriff auf und die Weiterverarbeitung von Dokumenten. Dies ist für die Gremien geprägte Welt der Verbände von unschätzbarem Vorteil.

In dieser Situation der fortgesetzten Digitalisierung unserer Arbeitswelt mit ihrer analogen, digital angelernten Mitarbeiterschaft, rücken nun sukzessive Vertreter einer Generation nach, die mit den digitalen Möglichkeiten aufgewachsen sind und mit ihrer natürlichen, intuitiven Anwendung ein eigenes Selbstverständnis von Kommunikation, Information und Wissensmanagement mitbringen.

Sie werden die Unternehmenskultur in Verbänden nachhaltig verändern.

5 Fragen an Rechtsanwalt Thomas Schwenke über Stolperfallen für Verbände bei Datenschutz und Internetrecht

Montag, 27. Mai 2013

RA_Thomas_Schwenke_2000_2666Thomas Schwenke betreibt eine Rechtsanwalts-Kanzlei in Berlin, mit der er sich auf den Bereich Internetrecht und Recht der neuen Medien spezialisiert hat. Er hat zum Thema mehrere Beiträge und Bücher veröffentlicht.

V//T: Adressennutzung, Meldepflichten nach BDSG, Impressumspflichten bei Social Media-Kanälen, der Einsatz von Social-Plugins, Nutzungsrechte, Abmahnwellen – Datenschutz und IT-Recht treiben einem mitunter Tränen in die Augen.

Halten Sie die mit den Rechtsgebieten verbundenen Fragestellungen und Probleme für besonders komplex oder ergibt sich manche Unsicherheit eher daraus, dass im dynamischen Internet immer wieder neue Rechtsfragen zur auftauchen?

TS: Ich denke, dass beides zutrifft. Zum einem sind die Datenschutz- und Urheberrechtsvorschriften sehr abstrakt formuliert, um möglichst zukunftssicher zu sein. Das heißt, indem auf konkrete Beispiele verzichtet wird, können die Gesetze auch auf neue Techniken angewendet werden. Das Problem dabei ist, dass kaum ein juristischer Laie die Gesetze verstehen kann und die Juristen sich oft mit der Technik schwer tun.

Aber auch wenn die technischen Vorgänge klar sind, legen Juristen Gesetze oft unterschiedlich aus, so dass viele Streitpunkte vor Gericht geklärt werden müssen. Ein gutes Beispiel sind die Social Plugins von Facebook. Zu den Fragen ob sie einen Datenschutzverstoß darstellen, ob Websitebetreiber für diesen verantwortlich sind und ob ihnen überhaupt Konsequenzen drohen, werden völlig unterschiedliche Ansichten vertreten.

V//T: Für viele Verbände sind ihre Adressdatenbestände sehr wertvoll, die regelmäßig auch Personen umfassen, die nicht aus dem Mitgliederbereich stammen.

Dürfen diese Personen strenggenommen zu Veranstaltungen des Verbandes eingeladen werden oder Adressat von Verbands-Newslettern sein? Kann man von einer notwendigen „Einwilligung der Betroffenen“ nach  Bundesdatenschutzgesetz ausgehen, wenn die entsprechenden Adressaten in der Vergangenheit an Veranstaltungen teilgenommen haben bzw. Newsletter nicht beanstandet haben?

MdB veröffentlicht Social Media-Leitfaden

Montag, 29. April 2013

Immer mehr Bundestags-Abgeordnete nutzen Social Media-Kanäle. Dieser Hinweis hat weder Neuigkeitswert, noch ist er überraschend.

Wenn ein MdB jedoch einen “Leitfaden Social Media 2013″ veröffentlicht, dann ist das eine Nachricht!

Es geht um den CDU-MdB Dr. Peter Tauber, der mit dem nachfolgenden Leitfaden den Einsatz sozialer Medien für die politische Kommunikation thematisiert.

In einem Kurz-Interview äußerst sich Dr. Tauber über die Beweggründe, den Leitfaden zu verfassen, die Möglichkeiten von Social Media in der politischen Kommunikation und ihre Bedeutung bei der kommenden Bundetagswahl.

Dr. Tauber bei twitter und bei facebook.

SocialMedia Leitfaden Peter Tauber 2013

 

Digitale Kommunikation in Deutschland

Donnerstag, 28. März 2013

Der Erfolg eines Verbandes wird erheblich von seiner Wahrnehmung durch die relevanten Zielgruppen bestimmt. Jede Organisation muss also ermitteln, wo, wann und wie die internen und externen Zielgruppen kommunizieren und welchen Informationsbedarf sie haben.

Übergreifende Erkenntnisse bietet die aktuelle Studie “Digitales Deutschland 2013″ von comScore über die Nutzung des Internets, mobiler Endgeräte und Social Media speziell in Deutschland. Hier einige Ergebnisse:

  • Social Media dominiert: Deutsche verbringen im Netz am meisten Zeit mit sozialen Medien (244 Mio. Stunden im Dez. 2012) vor den Bereichen Entertainment, Services (bspw. E-Mail), Portale und Retail/Einzelhandel
  • Meistens vom Computer: Noch immer werden ca. 90% der Seitenaufrufe vom Computer aus getätigt, 5,6% über Smartphones und 3,3 % Tablets
  • Die Endgeräte-Präferenz variiert während des Tages, die Nutzung aller Gerätetypen steigt jedoch bis ca. 21:30 Uhr an
  • Smartphones weiter im Kommen: Die Marktdurchdringung von Smartphones in Deutschland liegt bei 51%, aber 77% der neu gekauften Endgeräte im Dezember 2012 waren Smartphones
  • Bereits je die Hälfte aller mobilen Social Media-Nutzer in Deutschland klicken Links zu Webseiten an (53,6%) und lesen Updates von Firmen, Marken oder Events (48,7%)
  • Bedeutung von Apps: in Deutschland wurden 2012 für die Nachrichtengewinnung und den Informationsaustausch, die E-Mails und auch Social Media mehr Apps als Browser genutzt.

comScore zieht den Schluss, dass die Multi-Plattform-Umgebung mit Computern, Smartphones und Tablets darauf hinweist, dass die Nutzer ein nahtloses digitales Nutzungserlebnis wünschen. Nachrichten, Emails, Filme, Social Media usw. werden immer und überall genutzt und Inhalte werden oft “on the go” abgerufen, bereits mehrheitlich über Apps als Browsergestützt.

Der Report kann hier heruntergeladen werden.

 

Social Media-Nutzung von Bundestagsabgeordneten

Mittwoch, 6. März 2013

Grafik Anzahl Abgeordnete Social Media_updateVerbände, die politische Interessenvertretung betreiben wissen, ein belastbares Netzwerk persönlicher Kontakte zu den jeweils relevanten Entscheidungsvorbereitern und Entscheidungsträgern ist nach wie vor entscheidender, als jeder andere Kanal.

Dessen ungeachtet ist es grundsätzlich ständige Aufgabe zu ermitteln, wie die Zielgruppen einer Organisation kommunizieren, welche Kanäle sie benutzen, wie sie also erreicht werden können.

Politisch arbeitende Verbände müssen folglich wissen, welche der für sie relevanten Bundestagsabgeordneten (auch) über welche Social Media-Kanäle kommunizieren.

Dies ist mitunter ein mühsames Unterfangen. Dank Martin Fuchs gibt es jetzt eine aktuelle quantitative Betrachtung mit dem Stichtag 21. Januar 2013, die er in seinem Blog Hamburger Wahlbeobachter vorgelegt hat.

Da es sich wirklich lohnt, die schön aufgearbeitete Nutzung von Social Media-Profilen der 620 MdBs je Netzwerk und Fraktionen selbst zu studieren, an dieser Stelle nur folgende Informationen:

  • 86 Prozent aller Bundestagsabgeordneten besitzen mindestens ein Social-Media-Profil
  • Die Spannbreite reicht von der aktiven Nutzung von bis zu acht Profilen bis zur Nutzung von nur einem XING-Profil
  • 85 Abgeordnete besitzen aktuell kein Social-Media-Profil

Ich bin davon übereugt, dass sich die Anzahl der MdBs ohne Social Media-Profil nach der Bundestagswahl mindestens halbieren wird.

Hier nun verschiedene Links zu Thema:

 

Social Media in Verbänden – Risiken und Nebenwirkungen

Mittwoch, 20. Februar 2013

Arzt zeigt mit Daumen nach obenKommende Woche findet in Berlin eine Veranstaltung zum Einsatz von Social Media in Verbänden statt. “Social Media – Risiken und Nebenwirkungen, wenn sich Verbände mit dem Thema (nicht) beschäftigen” lautet der lange Titel und findet im Rahmen der Reihe „FASTBREAK – Digitale Verbandsarbeit im Dialog“ statt.

Ausgehend vom Verständnis, dass Social Media weniger eine Technik als zunächst eine Haltung ist, diskutiert der Vortrag, welche mitunter schwerwiegenden kulturellen, strategischen und organisatorischen Voraussetzungen nötig sind, um einen erfolgreiche Einsatz der sozialen Medien in Verbänden sicher zu stellen.

Zudem werden Risiken und Nebenwirkungen beleuchtet, die ein Verzicht auf die Nutzung von Social Media mit sich bringt.

An dieser Stelle wollte ich eigentlich auf diese Veranstaltung hinweisen, allerdings war sie bereits nach kurzer Zeit ausgebucht. Nun wird über einen Nachfolgetermin nachgedacht.

Für alle Interessenten daher nachfolgend ein Hinweis des Veranstalters:

Vor dem Hintergrund des großen Interesses am Themenfrühstück zu Social Media in der Verbandsarbeit erwägen wir derzeit, ggf. einen Nachfolgetermin anzusetzen. Wenn Sie weiterhin an einer Teilnahme interessiert sind, schreiben Sie bitte eine kurze Nachricht per E-Mail an stefan.grill@xinnovations.org, damit wir Sie über die weiteren Planungen informieren können.

Hier der Link zur Veranstaltung.