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Schlagwort ‘Projekte’

Problem-BER: Flitzpipen des Projektmanagements

Dienstag, 8. Januar 2013

Flughafen BER - BauunterlagenZwischen Schadenfreude und Sarkasmus

Als der Münchener Flughafen seinerzeit 28 km von München entfernt in Betrieb genommen wurde, soll aus Berlin gefrotzelt worden sein, dass er tatsächlich nur mit dem Flugzeug zu erreichen sei.

Aktuell könnte es aus München zurück schallen, dass der neue Berlin-Brandenburger Flughafen mit fast allen Verkehrsmitteln zu erreichen ist – nur eben nicht mit dem Flugzeug.

In Berlin geht man mit Meldungen zum Kopfschütteln heiter-sarkastisch um: „Berlin kriegt keinen hoch“, „Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu eröffnen!“ und „Mr. Wowereit, please open this Gate!“ sind nur einige Beispiele, die das Unfassbare im Falle BER erträglich machten.

Aber diese Zeit ist vorbei. Zur vierten Verschiebung des Eröffnungstermins und allen Begleitmeldungen von der Schreckensbaustelle fällt einem nichts Witziges mehr ein!

Willy Brandt, der seinen Namen für den Untertitel des Flughafens herhalten musste, wird sich bereits mehrfach im Grab gedreht haben. Eine Umdrehung galt sicherlich der Verweigerung der Übernahme von Verantwortung seitens der Mitglieder des Aufsichtsrates. Willy Brandt wusste noch, wie das geht.

Das Debakel

Mit Projekten erfolgreich führen

Donnerstag, 1. März 2012

Die Qualität im Managen von Organisationen besteht längst nicht mehr im effektiven Durchführen von Daueraufgaben. Das relevante Umfeld verkürzt ständig die Taktung von Trends, Rahmenbedingungen und Entwicklungen. Und relevante Trends nicht nur aufzunehmen, sondern frühzeitig zu erkennen, um sie gegebenenfalls mitgestalten zu können, ist der Maßstab.

Die Berücksichtigung inhaltlicher oder struktureller Konsequenzen aus erkannten Trends sowie wechselnden Rahmenbedingungen und Anforderungen wird zunehmend in Projekten organisiert. Beliebte Beispiele sind Maßnahmen der Organisationsentwicklung oder die Einführung von Software-Tools.

Eine aktuelle Studie bestätigt hierbei die Erkenntnis: Projektmanagement ist Führungsangelegenheit!

Was, bitte, gibt’s am „Change“ zu managen?

Dienstag, 31. August 2010

Nach der in diesem Monat veröffentlichten Studie „Handelsblatt Trend Change Management“ messen 82 Prozent der Unternehmen in Deutschland Veränderungsprojekten aktuell eine große Bedeutung bei. Und nahezu zwei Drittel der deutschen Fach- und Führungskräfte geht davon aus, dass Veränderungsvorhaben künftig noch schneller umgesetzt werden müssen.

Letztere scheinen es dann auch zu sein, denen die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungsmaßnahmen keine Sorgen machen – zu Unrecht: Während 61 Prozent der Führungskräfte der Meinung sind, dass sie ihren Mitarbeitern neue Strategien gut vermittelt haben, teilen nur 37 Prozent der Mitarbeiter diesen Optimismus ihrer Vorgesetzten.

Diese Diskrepanz in der Wahrnehmung, die nach meiner Erfahrung eher noch deutlicher in Verbänden zu entdecken ist, erklärt den Schiffbruch, den viele Veränderungsvorhaben erleiden.

Was, also, gibt es warum in Veränderungsvorhaben zu „managen“?

Wo laufen sie denn? – Projekten fehlt oft Bezug zur strategischen Ausrichtung

Mittwoch, 21. Juli 2010

Projekte beginnen idealerweise mit einer Idee von Weiterentwicklung, Verbesserung oder auch nur mit dem Wunsch, ein Problem zu lösen. In einigen Fällen bilden Visionen die Grundlage einer Projektidee, meistens ist ein akuter Leidensdruck die Triebfeder.

Ob es nun einen Treiber oder eher einen Getriebenen für ein Vorhaben gibt, eine Erfahrung ist vorherrschend: Projekte werden erwogen, weil andere Verbände bereits einen ähnlichen Schritt hinter sich haben, ein maßgebliches Mitglied das Vorhaben freundlich aber bestimmt empfiehlt, oder aber ein Mitglied der Verbandsführung aus unterschiedlichster Motivaton heraus eine Marschroute vorgibt.

Der einzig relevante Maßstab bleibt jedoch regelmäßig außen vor: Ein Vorhaben hat sich nach definierten übergeordneten Verbandszielen auszurichten. Oder andersherum: Aus den aktuellen Zielen bzw. aus einer Strategie zur Erreichung dieser Ziele ergeben sich Projekte und leiten sich Vorhaben ab.

Veränderungsvorhaben – Management von Kopf und Bauch

Montag, 14. Juni 2010

Geplante Reorganisations- und Veränderungsmaßnahmen führen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Aufregung und Betriebsamkeit. Fusion, Umzug, strategische Neuausrichtung, organisatorische Anpassungen oder auch nur eine aktualisierte Gewichtung der Kernaufgaben: das Vorhaben mag plausibel, nachvollziehbar, angemessen oder gar notwendig sein – durchsetzbar ist es damit noch lange nicht. Denn mit dem Vorhaben werden die Karten für das interne Machtgefüge neu gemischt. Und wer will das schon?

Es ist erstaunlich, dass mit beständiger Regelmäßigkeit Hitlisten über Gründe des Scheiterns von Veränderungsprojekten aufgestellt werden – und ebenso regelmäßig wie hartnäckig ohne jegliche Konsequenzen bleiben.