Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Schlagwort ‘Monitoring’

Ankündigung: Strategien, Monitoring Tools und Social Media für Verbände

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Kurzfristig weise ich auf eine Veranstaltung am 10.12.2013 zum genannten Thema hin, deren Anmeldefrist bis morgen 5.12. läuft. Zur Vorstellung des Programms nutze ich den Text des Einladungsflyers:

„Social Media bieten nicht nur für Wirtschaftsunternehmen eine hervorragende Möglichkeit, mit den eigenen Zielgruppen in einen Dialog zu treten, auch die Kommunikation von Verbänden profitiert von Facebook, Twitter und Co. Doch ob ein Social-Media-Engagement für Verbände erfolgversprechend ist, hängt nicht nur von den richtigen Kanälen und einer webaffinen Zielgruppe ab. Auch die Verbände müssen sich auf das Medium einstellen und den Ressourceneinsatz sorgfältig planen.

  • Können Social-Media-Kanäle permanent „bespielt“werden?
  • Welche Herausforderungen bringen soziale Medien für Freigabeprozesse in Verbänden mit sich?
  • Welche Tools gibt es?

Der eBusiness-Lotse Berlin und Xinnovations laden Sie zur Veranstaltung „Strategien, Monitoring, Tools – Social Media für Verbände“. Experten stellen Beispiele aus der Verbandskommunikation vor, geben Tipps für ein umfassendes Social Media Monitoring und präsentieren Instrumente für Ihr Social-Media-Engagement.“

Programm

18.00 Uhr Unsere Leistungen im e-Business-Lotsen Berlin
(Mailin Winter – Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut)

18.15 Uhr Social Media als Mitgliedermagnet?!
(Christian H. Schuster – IFK)

18.35 Uhr Tame – Recherche in Sozialen Medien
(Tobias Wagner – Tame)

18.55 Uhr Social Media Monitoring – Agenda-Setting (auch) für die Verbandsarbeit
(Oliver Berger – uberMetricsTechnologies)

19.30 Uhr Get together

20.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Veranstaltung findet statt im CINIQ – Center for Data and Information Intelligence, Salzufer 6, 10587 Berlin.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 5. Dezember über das Online-Formular an.

 

5 Fragen an … Bernd Hüttemann: „Wir holen Brüssel nach Berlin“

Mittwoch, 6. Juni 2012

Teil VIII der Serie zur EU-Interessenvertretung

Bernd Hüttemann ist seit 2003 Generalsekretär der Europäische Bewegung Deutschland (EBD). Der studierte Politologe und Historiker arbeitete zuvor u.a. für das Institut für Europäische Politik und die Robert-Bosch-Stiftung. Seit 2011 hält er einen Lehrauftrag für „Interessenvertretung in der Europäischen Union“ an der Universität Passau. Hüttemann ist Mitglied im Vorstand der Europäischen Bewegung International und im Orientation Committee der „Fondation EurActiv PoliTech“.

V//T: Herr Hüttemann, welche zentrale Aufgabe hat die EBD?

BH: Wir vernetzen die deutsche Zivilgesellschaft in der Europapolitik. Die Integration Europas ist so weit fortgeschritten, dass wir eine positive Explosion von EU-Akteuren feststellen können. Von Gewerkschaften bis wirtschaftlichen und kommunalen Lobbyisten, sie alle sind nicht nur durch die EU betroffen, sondern wirken offen und versteckt an der Gesetzgebung mit. Wir „holen Brüssel nach Berlin“, sorgen für den Austausch von Interessengruppen und  nationalen und europäischen Institutionen vor Ort und bilden so aktuelle und kommende Themen der EU-Politik ab.

V//T: Verstehen Sie die Rolle der EBD auch in der Vermittlung der EU, ihrer Arbeitsweise und Leistungen? Geht es anders gefragt auch um das Aufdecken und Benennen von Vor-Urteilen?

Wir belehren nicht, was Vorurteile gegen die EU sein könnten und wo die „Wahrheit“ liegt. Wir brauchen ausgerechnet im 21. Jahrhundert eine moderne Form der Aufklärung. Nicht nur Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert ob der Fülle europäischer Herausforderungen. Auch die Eliten müssen sich fragen, ob sie nicht das europäische „Kind mit dem Bade ausschütten“, wenn sie „Europa“ verdammen, nur weil ein Verordnungsvorschlag gegen ihre Einzelinteressen läuft. Unsere Informationsformate bieten positive Orientierung, ohne die Europapolitik zu verklären.

V//T: Unter den aktuell 226 Mitgliedsorganisationen befinden sich neben Unternehmen, Gewerkschaften, Bildungsträgern, Instituten, Stiftungen und Parteien überdurchschnittlich viele Wirtschafts- und Berufsverbände. Was macht die EBD gerade für Verbände attraktiv?

Der Web-2.0-Kelch

Freitag, 2. April 2010

„Müssen wir eigentlich twittern?“ ist die Frage, die mir in den vergangenen Wochen auf Veranstaltungen zu Social Media-Themen von Verbandsvertretern häufig gestellt worden ist. Die Frage ist Ausdruck einer gründlichen Verunsicherung bei Verbänden über Inhalte und (Bedrohungs) Potential der Web-Generation 2.0 insgesamt. Konnotiert ist die Frage mit der Hoffnung, dass der Social Media-Kelch doch bitte an einem vorüber gehe.

Er wird es selbstverständlich nicht tun!