Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Schlagwort ‘Mitarbeiterprofil’

5 Fragen an … Prof. Dr. Hilmar Sturm und Prof. Dr. Günter Käßer-Pawelka zum Studienangebot „Verbandsmanagement“

Mittwoch, 4. April 2012

Prof. Dr. Hilmar Sturm leitet seit Anfang 2012 den Studiengang. Der gelernte Kaufmann und studierte Wirtschaftswissenschaftler hat sich seit 1995 an der TU München wissenschaftlich und beratend mit Verbandsmanagement befasst, er ist Mitgründer und Vorstand des Instituts für Verbandsforschung und -beratung SVV.

Prof. Dr. Günter Käßer-Pawelka ist verantwortlicher Studiendekan für den Studiengang BWL-Dienstleistungsmanagement. Er ist seit 1989 in der Lehre an der Dualen Hochschule (bzw. der früheren Berufsakademie) engagiert und maßgeblich verantwortlich für den Aufbau der Studienangebote im Dienstleistungsmanagement. Der Studienschwerpunkt Verbandsmanagement wurde in den letzten Jahren in enger Zusammenarbeit mit der DGVM und mit verschiedenen Verbandsgeschäftsführern bedarfsgerecht entwickelt.

V//T: Herr Käßer-Pawelka, Herr Sturm, die Hochschullandschaft in Deutschland hat mit einem Angebot speziell für verbandsrelevante Tätigkeitsprofile lange gezögert. Warum ist ein Hochschulangebot speziell für das Verbandsmanagement sinnvoll?

Warum wir alle Chief Listening Officers werden müssen

Freitag, 23. März 2012

Für jeden Verband ist eine professionelle Kommunikation überlebenswichtig. Das Bewusstsein über die Zielgruppen und wie sie kommunizieren ist Basis für eine erfolgreiche Verbandsarbeit.

Soweit der verbale Griff in die Schublade der alten Hüte und Selbstverständlichkeiten.

Das Verständnis für eine zielgruppengerechte Kommunikation ist organisatorisch regelmäßig bei der dafür die Verantwortung tragenden Geschäftsführung bzw. der Kommunikationsleitung aufgehängt.

Dies erscheint eingedenk der überragenden Rolle und zunehmenden Komplexität aller Aspekte der Kommunikation nicht mehr weiter ausreichend. Das Anforderungsprofil für alle Verbands-Mitarbeiter wird sich diesbezüglich ändern.

5 Fragen an … die Verbändeberaterin Dr. Sabina Fleitmann zu Mitarbeiterprofilen und Recruiting in Verbänden

Montag, 11. Juli 2011

Frau Dr. Sabina Fleitmann ist selbständige Organisationsberaterin für Verbände. Sie unterstützt bei der strategischen Verbandsentwicklung und beim Gremien- und Personalmanagement und bietet auch Seminare und Workshops zu diesen Themen an. Das Personalmanagement in Verbänden kennt sie auch aus eigener langjähriger Tätigkeit als Geschäftsführerin in einem Berufs-/Personenverband.

V//T: Frau Dr. Fleitmann, Personalmanagement ist für Verbände nicht immer ein Thema mit oberster Priorität, vielfach stehen – auch angesichts ausgelasteter Kapazitäten in den eher kleinen Geschäftsstellen – drängende sachliche Fragen und Mitgliederanliegen im Geschäftsführungsalltag im Vordergrund. Was bringt Sie dennoch dazu, dem Personalmanagement eine relativ große Bedeutung beizumessen?

SF: Für mich ist Personalmanagement auf keinen Fall Selbstzweck, darf nicht isoliert gesehen werden, sondern nur im Zusammenhang mit den Zielen und Strukturen des Verbandes insgesamt. So gesehen ist Personalentwicklung immer auch Organisationsentwicklung. Was heißt das konkret?

Wenn ich gute Ergebnisse in und für meinen Verband erreichen will, also sachlich erfolgreich dastehen möchte, brauche ich Menschen, die mit mir gemeinsame die Ziele umsetzen möchten, und dafür auch fachlich und persönlich gut geeignet sind. Gerade in den für Verbände typischen kleinen Geschäftsstellen muss ich notwendigerweise MitarbeiterInnen binden und halten, gleich auf welcher Ebene, weil Wissen und Strategien in Verbänden sehr stark personengebunden sind.

Personalmanagement und damit auch ein Mitarbeiterprofil Verbandsarbeit ist ein Instrument, das bei der Positionierung des Verbandes helfen kann, das den Verband in seinem Fachumfeld, aber auch in der allgemeinen Öffentlichkeit verknüpft, und das schlicht und einfach den Verbandsalltag und die Verbandsaktivitäten stärker strukturiert, systematisiert und damit alle Beteiligten, also Haupt- und Ehrenamt, entlastet und für ihre Aufgaben verstärkt motiviert.

Das Mitarbeiterprofil in Verbänden

Dienstag, 12. April 2011

Auf dem Weg zur Durchführung eines Workshops über Mitarbeiterprofile und Personalmanagement in Verbänden möchte ich der Frage nachgehen, ob für die hauptamtliche Arbeit in (politisch arbeitenden) Verbänden ein eigenständiges, unterscheidbares Mitarbeiterprofil zu berücksichtigen ist. Ich denke, es gibt Hinweise, dass dies ist in der Tat so gesehen werden muss.

Schauen wir uns zunächst die drei übergeordneten Aufgabenfelder von Verbänden an:

  1. Serviceleistungen (Information, Beratung, Weiterbildung, Netzwerkfunktion, caritative Arbeit etc.),
  2. die interne Interessenkoordination und Meinungsbildung, sowie
  3. die externe Interessenvertretung und politische Repräsentanz.

Innerhalb dieser Aufgabenfelder hat es die Verbandsmitarbeiterschaft mit einer beachtlichen Anzahl sehr heterogener Zielgruppen zu tun. Von ehrenamtlichen Mitarbeitern, (Mitarbeitern von) Mitgliedern (unterschiedlicher Art: ordentliche, Ehren-, Förder- etc.), über Ansprechpartner in Politik, Verwaltung, Medien, bei Hilfebedürftigen, Spendern und Sponsoren, Geschäftspartnern bzw. Dienstleistern bis hin zur interessierten Öffentlichkeit (Soziale Medien!) existiert eine einzigartige Bandbreite.

Medialer Zampano oder Branchenexperte? – Die Suche nach dem geeigneten Präsidenten

Dienstag, 8. März 2011

Ein Verband benötigt, na klar, eine/n Präsidentin/en. Und sofern die/der Stelleninhaber/in nicht weiter zur Verfügung steht, stellt sich die Frage der geeigneten Nachfolge. Was benötigt die Organisation in der aktuellen Situation: eine Gallionsfigur, einen Medienprofi oder eher einen Branchenexperten? Und soll die Idealbesetzung angestrebt werden oder begnügt man sich mit einer realistischen, der zweitbesten Lösung?

Vor diesen Fragen stand auch der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), der erst im Dezember 2010 nach langer komplizierter Geburt das Licht der Welt erblickt hat. Nun ist die Entscheidung gefallen: Nach dem Gründungspräsidenten und Branchenintimus Dieter Kaden wird Klaus-Peter Siegloch am 1. Juni 2011 die Position eines hauptamtlichen Präsidenten des BDL bekleiden – nachdem im Mai sein Engagement beim ZDF aus Altersgründen enden wird.

Der BDL hat sich für einen Medienprofi entschieden. Insbesondere Branchenkenner zweifeln an dieser Wahl. Das Blog des Touristik- und Business-Travel-Magazins fvw bezeichnet es gar als „handfeste Überraschung“.

Welches Stellenprofil macht eine/n geeigneten Präsident/in aus?

Studiengänge für Tätigkeitsprofile in Verbänden

Mittwoch, 11. August 2010

Aufgaben und Struktur von Verbänden erfordern von ihrer Mitarbeiterschaft besondere Qualifikationen. Die Mitarbeiter mit akademischem Anforderungsprofil sind in der Regel Quereinsteiger, kaum eine Person beginnt ihre berufliche Laufbahn bei einem Verband. Die Vermittlung von Besonderheiten des Verbandslebens, der dafür notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der steigenden Professionalisierungsanforderungen erfolgt somit durch learning on the job.

Umso erstaunlicher mutet es an, dass die Hochschullandschaft in Deutschland mit einem akademischen Angebot speziell für verbandsrelevante Tätigkeitsprofile lange gezögert hat. Dies ändert sich aktuell auf beeindruckende Weise. Nachfolgend ein Überblick, der ebenfalls Angebote für NGOs berücksichtigt.

Digitale Fingerabdrücke (I) – Personalsuche im Netz

Montag, 24. Mai 2010

Für viele Organisationen ist die Personalsuche im Internet Standard. Dies beinhaltet nicht nur die Online-Ausschreibung von Stellen, sondern immer öfter ebenso die gezielte Recherche nach Informationen von Bewerbern im Internet.

Verbände sollten hier Taktgeber sein. Kommunikationskompetenz ist mithin ein zentraler Bestandteil des Mitarbeiterprofils von Verbänden. Verständnis und Erfahrung mit Web 2.0-Medien und der bewusste, seriöse Aufbau einer eigenen Online-Reputation qualifizieren neue Mitarbeiter.