Verbände, die politische Interessenvertretung betreiben wissen, ein belastbares Netzwerk persönlicher Kontakte zu den jeweils relevanten Entscheidungsvorbereitern und Entscheidungsträgern ist nach wie vor entscheidender, als jeder andere Kanal.
Dessen ungeachtet ist es grundsätzlich ständige Aufgabe zu ermitteln, wie die Zielgruppen einer Organisation kommunizieren, welche Kanäle sie benutzen, wie sie also erreicht werden können.
Politisch arbeitende Verbände müssen folglich wissen, welche der für sie relevanten Bundestagsabgeordneten (auch) über welche Social Media-Kanäle kommunizieren.
Dies ist mitunter ein mühsames Unterfangen. Dank Martin Fuchs gibt es jetzt eine aktuelle quantitative Betrachtung mit dem Stichtag 21. Januar 2013, die er in seinem Blog Hamburger Wahlbeobachter vorgelegt hat.
Da es sich wirklich lohnt, die schön aufgearbeitete Nutzung von Social Media-Profilen der 620 MdBs je Netzwerk und Fraktionen selbst zu studieren, an dieser Stelle nur folgende Informationen:
- 86 Prozent aller Bundestagsabgeordneten besitzen mindestens ein Social-Media-Profil
- Die Spannbreite reicht von der aktiven Nutzung von bis zu acht Profilen bis zur Nutzung von nur einem XING-Profil
- 85 Abgeordnete besitzen aktuell kein Social-Media-Profil
Ich bin davon übereugt, dass sich die Anzahl der MdBs ohne Social Media-Profil nach der Bundestagswahl mindestens halbieren wird.
Hier nun verschiedene Links zu Thema:
- Social Media im Bundestag aus dem Hamburger Wahlbeobachter
- Eine Analyse der Zahlen gibt es bei polisphere.eu
- Grafiken zu den MdB-Social Media-Nutzerzahlen bei bundestagsradar.net
- Eine Übersicht über alle Abgeordneten mit Facebook-Fanseiten auf Pluragraph.de
- Eine qualitative Analyse der Aktivitäten der Abgeordneten in den verschiedenen Netzwerken
- Eine Übersicht und eine Analyse aus Dezember 2011 über die Twitter-Nutzung von MdBs













