Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Schlagwort ‘Kampagne’

„Ich will Europa“: Lassen sich politische Kampagnen über Soziale Medien transportieren?

Donnerstag, 6. September 2012

Seit einigen Wochen will ein Bündnis von elf großen deutschen Stiftungen der wachsenden europakritischen Stimmung in der Bevölkerung mit einer breit angelegten Kampagne entgegentreten, die Europa als Herzensangelegenheit thematisiert.

Selbstverständlich, so möchte man sagen, sind auch Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Youtube in die Kampagne integriert. Mit Erfolg?

Mit dem heutigen Datum folgen den 34 Tweets 127 Follower, gefällt die Facebook-Seite 5.602 Personen und haben den YouTube-Kanal 75 Personen abonniert, während 52.349 Videoaufrufe gezählt werden. Die Kommentare auf der Facebook-Seite sind gegenüber der Kampagne und den Themen-Botschaftern aus Medien, Politik und Gesellschaft durchweg kritisch.

Also ist die Operation gelungen, der Patient aber tot?

Das meint immerhin der Blog-Kollege Matthias-M. Pook im Netzschnipsel wenn er titelt: „Ich will Europa: Warum Social Media für politische Kampagnen nicht taugen“. Aber ist das so einfach?

Wie Kommunikationsagenturen Lobbystrategien und Kampagnen erstellen

Sonntag, 30. Oktober 2011

Die Wochenendausgabe der taz vom 29. und 30. Oktober 2011 gibt einen spannenden und beispielhaften Einblick in die Arbeit einer Kommunikationsagentur für ihren Auftraggeber, hier das Deutsche Atomforum, einer Lobbyplattform der vier Kernkraftwerks-Betreiber EnBW, Eon, RWE und Vattenfall.

Die Veröffentlichung von zwei Präsentationspapieren der Agentur ist nicht etwa deshalb interessant, weil hier anstößige Strategien für ein gesellschaftlich heikles Thema zu entdecken sind, auch wenn man hie und da die Nasen rümpft. Sie ist vielmehr aufschlussreich, weil sie ganz im Gegenteil eine professionelle und handwerklich solide Kommunikationsstrategie mit ihren Einzelmaßnahmen offenlegt.

Die Dokumente zeigen somit umfassend, wie Auftraggeber mit Unterstützung von mit Agenturen ihren Einfluss auf Medien, Politik und Öffentlichkeit erhöhen wollen.

re:campaign: Erfolgreiches Lobbying nach wie vor nur Offline

Sonntag, 17. April 2011

Die re:campaign ist eine (die Veranstalter würden sagen: die) Konferenz für Online-Kampagnen mit der Kernzielgruppe NGOs. Am 16. und 17. April 2011 referierten unter anderem Sprecher von Amnesty, Campact, Caritas, Greenpeace, WWF über Thesen, Trends und Tipps in der Berliner Kalkscheune.

In 15 Workshops wurde der Bogen geschlagen von Best Practise-Beispielen über Chancen und Grenzen des Online-Aktivismus, Partizipation und Mobilisierung via Netz und Mobile, der erfolgreichen Skalierbarkeit, Social Media Monitoring und Wirkungsmessung bis hin zur Rolle von Online-Aktivitäten für das Lobbying.

Zentrale und für viele eingefleischte Onliner erschütternde Erkenntnis: Web 2.0-Aktionen haben keine Relevanz für ein erfolgreiches Lobbying.

3. Forum Verbandsmarketing

Mittwoch, 8. September 2010

Landläufig bezeichnet das Marketing einer Organisation den Bereich, der Produkte und/oder Dienstleistungen vermarktet. Zunehmend wird Marketing aber auch als ganzheitliches Konzept einer marktorientierten Unternehmensführung verstanden und umgesetzt, das voll auf die Bedürfnisse und Erwartungen von Kunden bzw. Mitgliedern und anderen Anspruchsgruppen ausgerichtet ist.

Eine Diskussion dieses unterschiedlichen Verständnisses mit seinen entsprechenden strategischen und operativen Konsequenzen war auf dem 3. Forum Verbandsmarketing in dieser Woche in Düsseldorf nicht eingeplant. Gleichwohl ergaben sich für die anwesenden Verbände Anregungen und Orientierungspunkte zu den Aspekten Mitgliedermarketing, Konzepte und Strategien, Web 2.0-Anwendungen, Direktmarketing, Mitgliedergewinnung und Mitgliederbindung.

„Sind Deutschlands Verbände bereit für die Kampagne?“

Freitag, 18. Juni 2010

…war die Leitfrage des Abends bei der gestrigen Diskussionsveranstaltung aus der Reihe „Aufmerksamkeitskrieger – Überleben in der Informationsflut“, die von der Mediadesign Hochschule, der Deutschen Public Relations Gesellschaft und dem Marketing Club Berlin gemeinsam durchgeführt wurde.

Im Laufe der Diskussion wurden Kriterien deutlich, wonach sich Machbarkeit und grundlegende Zielrichtung einer Kampagne bestimmen lassen. Im Zentrum stand die Frage, wofür sich Kampagnen aus Sicht von Verbänden grundsätzlich eignen.

Fallbeispiel Pro Generika – Interessenvertretung at its worst

Dienstag, 25. Mai 2010

Pro Generika e. V. wird in den kommenden Tagen eine Menge zu tun haben:

  • Krisenkommunikation bewältigen
  • einen neuen Geschäftsführer suchen
  • eine Lobbystrategie und ein Kommunikationskonzept definieren
  • eine Kampagne gegen den (weiteren) Imageverlust organisieren