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Die Software-Leiche – Serie über das Gelingen von Veränderungsprozessen (2)

Covered dead body in the morgueEin verlässlicher Weg Veränderungsvorhaben von Anfang an in Turbulenzen zu steuern ist unsere Lösungsfixierung. Das Problem ist noch gar nicht richtig verstanden, geschweige denn mit der Mitarbeiterschaft von allen Seiten beleuchtet, und schwupp – ziehen wir die Lösung aus dem Köcher.

Dann geht’s los, das Projekt „Lösungsumsetzung“ startet und wird mit Sicherheit mehr Zeit beanspruchen und teuer werden als eingeplant, gegebenenfalls sogar scheitern: Die Lösung oder deren Umsetzung wird daran kranken, dass vorab nicht ausreichend Zeit zur Verfügung stand, Zusammenhänge richtig zu verstehen und umfänglich Erfahrungen und Sichtweisen von allen Beteiligten – gegebenenfalls auch außerhalb der Organisation – abzurufen.

Wer kennt nicht eine Software-Leiche aus dem Verbändekeller, die nach ihrer mehr oder weniger teuren Anschaffung nicht oder kaum zur Anwendung kommt, weil sie die Arbeitsabläufe doch nicht wie gewünscht unterstützt?

Bleiben Sie von Anfang an neugierig und stellen Sie Fragen: Worin liegt das identifizierte Problem genau? Was ist der oder sind die Auslöser und warum? Was soll exakt erreicht werden? Was darf aber auch nicht passieren? Welche wichtigen Schnittstellen sind zu beachten? Was genau ist im Verband anders, wenn das Vorhaben ein Erfolg ist?

Das sind nur einige Fragen, die in Ruhe mit allen Beteiligten zu diskutieren sind. Investieren Sie in die vollständige Beschreibung der Ist-Situation, damit Sie bei der Umsetzung nicht dreimal so viel Zeit, Geld und Nerven zu Kurskorrekturen aufwenden müssen.

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