Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Archiv Februar, 2013

Social Media in Verbänden – Risiken und Nebenwirkungen

Mittwoch, 20. Februar 2013

Arzt zeigt mit Daumen nach obenKommende Woche findet in Berlin eine Veranstaltung zum Einsatz von Social Media in Verbänden statt. „Social Media – Risiken und Nebenwirkungen, wenn sich Verbände mit dem Thema (nicht) beschäftigen“ lautet der lange Titel und findet im Rahmen der Reihe „FASTBREAK – Digitale Verbandsarbeit im Dialog“ statt.

Ausgehend vom Verständnis, dass Social Media weniger eine Technik als zunächst eine Haltung ist, diskutiert der Vortrag, welche mitunter schwerwiegenden kulturellen, strategischen und organisatorischen Voraussetzungen nötig sind, um einen erfolgreiche Einsatz der sozialen Medien in Verbänden sicher zu stellen.

Zudem werden Risiken und Nebenwirkungen beleuchtet, die ein Verzicht auf die Nutzung von Social Media mit sich bringt.

An dieser Stelle wollte ich eigentlich auf diese Veranstaltung hinweisen, allerdings war sie bereits nach kurzer Zeit ausgebucht. Nun wird über einen Nachfolgetermin nachgedacht.

Für alle Interessenten daher nachfolgend ein Hinweis des Veranstalters:

Vor dem Hintergrund des großen Interesses am Themenfrühstück zu Social Media in der Verbandsarbeit erwägen wir derzeit, ggf. einen Nachfolgetermin anzusetzen. Wenn Sie weiterhin an einer Teilnahme interessiert sind, schreiben Sie bitte eine kurze Nachricht per E-Mail an stefan.grill@xinnovations.org, damit wir Sie über die weiteren Planungen informieren können.

Hier der Link zur Veranstaltung.

 

EU-Berichterstatter hinterfragt Rolle von Abgeordneten beim Lobbying

Dienstag, 12. Februar 2013

Blogger-Kollege Richard Gutjahr hat ein Interview mit dem Berichterstatter des EU-Parlaments zu EU-Datenschutzverordnung Jan Phillip Albrecht von den GRÜNEN geführt.

Die Erlebnisse, Informationen und Einblicke von Herrn Albrecht geben einen umfassenden Blick dafür frei, welche mächtige und ausgefeilte Lobby-Maschinerie in Bewegung kommt, wenn EU-Gesetzgebung den rechtlichen Rahmen für große, weltweit tätige Player absteckt – hier des Kommunikations-, Informations- und Internetzeitalters.

Dass Abgeordnete auf Informationen von Interessengruppen für die eigene Entscheidungsfindung angewiesen sind, und dass zwischen den Lobby-Akteuren keine Waffengleichheit besteht, ist bekannt und nicht der spannenden Kern der Aussagen.

Wirklich sehenswert macht den Beitrag die von Albrecht gemachte Beobachtung, dass viele Abgeordnete sich nicht der Mühe unterziehen, alle relevanten Positionen zu einer Fragestellung kennenzulernen, um dann zu einer fundierten Entscheidung zu gelangen. O-Ton Albrecht:

„Es ist natürlich so, dass die Abgeordneten und die Beteiligten an einem solchen Gesetzgebungsprozess über entsprechenden Input sehr froh sind. …

Die Abgeordneten … schauen sich nicht die Vorschläge der jeweils anderen Perspektive an. … Meines Erachtens ist die Frage letztentlich nicht, ob man sich inspirieren lässt von den Meinungen unterschiedlicher Perspektiven, wenn man seine eigenen Anträge schreibt und natürlich habe ich das auch getan. … Nur, der Punkt ist, wägt man es vorher ab, überprüft man es, überlegt sich, von wem genau das kommt und vor allen Dingen, tut man es in einem Prozess, in dem man die unterschiedlichen Perspektiven auch diskutiert und öffentlich zur Debatte stellt oder übernimmt man einfach nur irgendeine Formulierung, um sie einzubringen, um damit jemandem zu gefallen.“

Die Holschuld der Politik im Lobbying-Prozess wird offensichtlich grob missachtet. Und nur dann gewinnt die Ungleichheit der Waffen der Lobbying-Akteure Relevanz.

 

Gesundheit! Betrifft die aktuelle Stressdebatte die Arbeitswelt in Verbänden?

Mittwoch, 6. Februar 2013

Businessman sinking in heap of documents

Update: Zwei Tests zur Prüfung des eigenen „Stress-Levels“ am Ende dieses Beitrags.

Stressreport Deutschland 2012

Keine der letzten Wochen verging ohne Berichte über die Zunahme von Stress und psychischen Belastungen an deutschen Arbeitsplätzen.

Der Stressreport 2012 dokumentiert, dass etwa die Hälfte (52 Prozent) der befragten 17.000 Beschäftigten unter Termin- und Leistungsdruck leiden, der darüber hinaus in den vergangenen zwei Jahren zugenommen hat (47 Prozent).

Knapp 60 Prozent gaben an, verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu betreuen. 44 Prozent werden bei der Arbeit durch Telefonate und E-Mails störend unterbrochen.

38 Prozent haben nach eigener Einschätzung zu viel zu tun. Bei 47 Prozent der Befragten passen Ruhepausen nicht in den Arbeitsablauf. Über ein Viertel lässt Pausen daher ausfallen. Insgesamt 64 Prozent arbeiten auch samstags, 38 Prozent arbeiten an Sonn- und Feiertagen.

Druck, Überforderung, Ängste und die Zunahme psychischer Erkrankungen – sind das relevante Themen auch in Verbänden?

Zeitreise