Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Archiv November, 2012

Lobbying: Über das Gemeinwohl und die Holschuld der Politik (3)

Freitag, 30. November 2012

Kleine Artikelserie in vier Teilen aus Anlass der aktuellen Publikation „Schluss mit Lobbyismus!“ der taz-Chefredakteurin Ines Pohl – Teil 3.

Die Publikation Schluss mit Lobbyismus! hält im Ergebnis keine neuen Impulse für eine Debatte zum Thema Demokratie und Lobbying parat. Sie weicht sogar der näheren Betrachtung spannender Aspekte aus, wie der Verantwortung der Politik oder einer Hinterfragung des „Gemeinwohls“.

Partikularinteressen versus Gemeinwohl?

Die Begründung der Herausgeberin für die „Auswüchse“ beim Lobbying überraschen nicht: Es gehe um die Partikularinteressen von Industrieverbänden, Industrieberatern und Großkonzernen zuungunsten des Gemeinwohls.

Wie bestimmt sich aber das Gemeinwohl? Gibt es ein Gemeinwohl per sé, das der Allgemeinheit, also irgendwie allen, nützt?

War die Abwrackprämie nun die Durchsetzung von Partikularinteresse der deutschen Autoindustrie oder diente sie dem Allgemeinwohl, weil alte Dreckschleudern gegen umweltgerechtere Fahrzeuge ausgetauscht wurden, die dazu noch von mittleren und unteren Einkommensschichten erworben werden konnten?

Hat die Chemieindustrie die Chemikalienrichtlinie REACH erfolgreich gegen das Allgemeinwohl verwässert oder bestand die Berücksichtigung des Gemeinwohls in einem Ausgleich der Interessen auch volkswirtschaftlicher Aspekte (Wettbewerb, Arbeitsplatzverluste) sowie der Berücksichtigung des Geldbeutels eines Großteils der Bevölkerung?

Lobbying: Über das Gemeinwohl und die Holschuld der Politik (2)

Dienstag, 27. November 2012

Kleine Artikelserie in fünf vier Teilen aus Anlass der aktuellen Publikation „Schluss mit Lobbyismus!“ der taz-Chefredakteurin Ines Pohl – Teil 2.

Die Chefredakteurin der taz, Ines Pohl, hat nun den Versuch gestartet, der Diskussion um Lobbyismus und Transparenz neuen Drive zu verleihen.

In 50 Kurzberichten mit Beispielen aus Berlin, Brüssel und der globalisierten Welt, hinterfragen verschiedene taz- und freie Autoren Argumente und Vorgehen von Interessengruppen sowie diesbezügliche politische Entscheidungen.

Die Lobbyismuskritik soll auf diese Weise auf eine thematisch noch breitere Grundlage gestellt werden, die nur ein Urteil erlaubt: um was es auch immer geht, wo du auch hinschaust, es wird vorsätzlich und systematisch gegen das Interesse des Gemeinwohls getäuscht, getarnt und getrickst:

„Alles ist käuflich – Tagtäglich drücken Lobbyisten die Interessen kleiner Gruppen gegen das Gemeinwohl durch, steigern ihre Profite durch Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Leidtragende sind in der Regel wir, die Bevölkerung…“.

Die Quintessenz stand fest und wurde zum Titel der Publikation: Schluss mit Lobbyismus! – Schluss also mit intransparenter Interessenvertretung.

Lobbying: Über das Gemeinwohl und die Holschuld der Politik (1)

Freitag, 23. November 2012

Kleine Artikelserie in fünf vier Teilen aus Anlass der aktuellen Publikation „Schluss mit Lobbyismus!“ der taz-Chefredakteurin Ines Pohl – Teil 1.

Seit einigen Jahren werden die deutschen Lobby-Akteure und ihre Arbeitsweisen intensiv beleuchtet. Die Professionalisierung der Szene und neue Player sorgten und sorgen zusammen mit der Berichterstattung über Lobby-Skandale und -Skandälchen aus Deutschland, Österreich und Brüssel regelmäßig für entsprechende Debatten.

Talkshows, Publikationen und Organisationen wie LobbyControl, Abgeordnetenwatch oder ALTER-EU thematisieren die Unvereinbarkeiten von Lobby-Praktiken mit unserem Grundverständnis von Demokratie.

Nur wenige Abgeordnete positionieren sich hierzu. Immerhin hat kürzlich der hessische Landtag die Durchführung einer Anhörung zu den Einflüssen organisierter Interessenvertretung beschlossen.

Das Lobby-kritische Lager

FASTBREAK Themenfrühstück über Online-Zusammenarbeit mit Wikis

Sonntag, 18. November 2012

Das Thema des aktuellen Themenfrühstücks in der Reihe „FASTBREAK – Digitale Verbandsarbeit im Dialog“ sind Wikis.

Wiki-Systeme stellen in ihrer einfachsten Form eine Art strukturierte Sammlung von Web-Dokumenten dar, die von allen Benutzern online erstellt, gelesen und editiert werden können.

Wikis ermöglichen so das standortunabhängige Arbeiten in Gruppen und reduzieren gleichzeitig den Abstimmungs- und Kommunikationsaufwand. Gerade diese Eigenschaften machen Wikis für den Einsatz in der Verbandsarbeit interessant.

Den Impulsvortrag für die kommende FASTBREAK-Ausgabe hält Susanne Henckel, Hauptgeschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SchienenPersonenNahverkehrs (BAG-SPNV).

Sie berichtet am Beispiel der BAG über Möglichkeiten von Wikis für die Verbandsarbeit, Erfahrungen bei der Einführung, aber auch Hemmschwellen bei der Nutzung.

Wie immer werden Fragen und Erfahrungen bei einem kleinen Frühstücks-Buffet diskutiert.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Management-Verantwortliche in Verbänden und Organisationen.

Wann:
Dienstag, den 27. November 2012
8:30 Uhr – 10:30 Uhr

Wo:
Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Thema:
Online-Zusammenarbeit mit Wikis

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, eine Registrierung ist erforderlich. Bitte nutzen Sie dazu unser Online-Formular.

 

Für das erste Mal! Leitfaden Social Media vom BITKOM

Montag, 12. November 2012

„Social Media ist wie Sex bei Teenagern: Jeder will es tun, keiner weiß genau, wie’s geht. Und wenn es endlich passiert ist, war es nicht so toll wie gedacht.“

Ich bin nicht sicher, ob Avinash Kaushik, dem dieses Zitat zugeschrieben wird, eine wirkliche Idee davon hat, was Teenager heutzutage über Sex wissen – in Theorie wie Praxis.

Eins aber ist zumindest bei Verbänden immer noch gewiss: eine verbreitete Unsicherheit über Möglichkeiten, Voraussetzungen und Einsatz von sozialen Medien.

Die 2. Auflage des Leitfaden Social Media vom BITKOM schafft definitiv Abhilfe.

EurActiv.de-Diskussion zu EU-Trends in deutschen Verbänden

Donnerstag, 8. November 2012

EurActiv.de und die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) haben ihre zweite Umfrage zum Thema EU-Trends in deutschen Unternehmen und Verbänden im Hinblick auf das Wahljahr 2013 durchgeführt.

Welchen Stellenwert hat die europäische Politik in deutschen Unternehmen und Verbänden? Wie sehen die europäischen Kommunikationsstrategien der Unternehmen und Verbände aus? Wie und in welchem Ausmaß können sich die Vertreter aus der Wirtschaft in die EU-Entscheidungsprozesse einbringen? sind Leitfragen der Umfrage.

Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen werden nun in einem Workshop von EurActiv.de erörtert. Folgende Panelbesetzung ist geplant:

  • Bernd Dittmann, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und Leiter der Abteilung Europapolitik
  • Kai Falk, Geschäftsführer Kommunikation und Nachhaltigkeit beim Einzelhandelsverband HDE
  • Thomas Franke, Geschäftsführer von EurActiv Deutschland
  • Mitglied des deutschen Bundestags, CDU/CSU-Fraktion (N.N.)

Die Veranstaltung findet statt

am Dienstag, 20. November 2012
von 10:00 – 12.00 Uhr
im Haus der Bundespressekonferenz
Raum 0107
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Teilnehmer begrenzt. Die Anmeldung kann bis zum 19. November 2012 per E-Mail erfolgen an:

Ann-Katrin Bohmüller (a.bohmueller@euractiv.de), Tel 030 – 2088-9003