Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Archiv Oktober, 2012

Deutsche Journalisten Social-Media-Verweigerer

Montag, 29. Oktober 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Verbände stehen aktuell vor der Frage, wann sie mit welchem Ressourceneinsatz welche Social-Media-Kanäle bespielen sollen.

Sofern Verbände die Entscheidung auch davon abhängig machen wollen, wie Journalisten in Deutschland Social Media aktiv und passiv nutzen, werden sie durch Umfrageergebnisse des Marktforschungsinstituts PR-Software-Anbieters Cision womöglich zu einer falschen Antwort verleitet.

Die Kollegen von ethority und Netzschnispel haben bereits darüber berichtet, dass Cision im Rahmen einer Studie über die Medienkompetenz von Journalisten aus elf verschiedenen Ländern deutsche Journalisten bei der Nutzung von Social Media auf einem ernüchternden achten auf Rang einordnet.

Untersucht wurden dabei Engagement, Praxis, Kenntnisse und Haltung in Sachen Social-Web. Maßstab war unter anderem die Zeit, die täglich für Social Media verwendete wird, ihre Follower-Zahlen, die verwendeten Social Media-Tools und eben die Haltung zu Social Media in Bezug auf eine mögliche Veränderung des Berufsfelds.

Dazu Falk Rehkopf, Geschäftsführer von Cision Deutschland in einem Pressetext-Interview: “Vor allem ältere Journalisten in Deutschland befürchten negative Auswirkungen auf ihre Arbeit. In diesem Segment stellen wir keine produktive Teilnahme in sozialen Medien fest. Wenn die Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen weniger werden, wird Deutschland einen höheren Platz einnehmen. Momentan orten wir aber große kulturelle Schwierigkeiten”.

 

„Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit“ beim Verbände-Themenfrühstück FASTBREAK

Dienstag, 16. Oktober 2012

Nach der letzten Ausgabe von „FASTBREAK – digitale Verbandsarbeit im Dialog“  zum Thema „Datenschutz und IT-Sicherheit“ fokussiert die aktuelle Ausgabe „Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit“.

Welche sozialen Netzwerke für die Öffentlichkeitsarbeit von Verbänden und Organisationen relevant sind, welche Besonderheiten die Kommunikation im Web 2.0 aufweist und welche Erfahrungen die Teilnehmer bereits gemacht haben, wird wie immer in entspannter Frühstücksrunde diskutiert.

Den Impulsvortrag hält Felix Schwenzel von der EsPresto AG, ein Blogger der ersten Stunde und ausgewiesener Kenner der Social-Media-Welt.

Wann:
Donnerstag, den 25. Oktober 2012
8:30 Uhr – 10:30 Uhr

Wo:
Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Thema:
Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit

Ablauf:

08:30 Ankommen bei Café und Snacks
09:00 Impuls: Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit
Felix Schwenzel, EsPresto AG
09:45 Diskussion und Erfahrungsaustausch
10:30 Ende

Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Management-Verantwortliche in Verbänden und Organisationen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, eine Registrierung ist erforderlich. Bitte nutzen Sie dazu das Online-Formular.

 

Internationaler Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Vor einigen Jahren erfuhr eine akademisch recht fulminant geführte Diskussion in Deutschland um Corporate Governance-Regelungen für NGOs und Verbände („Nonprofit Governance“) eine eher überschaubare Resonanz bei den Zielgruppen.

Seit Anfang 2011 ist in Deutschland nun mit der DIN ISO 26000 als ganzheitlicher Referenzrahmen für das Thema der gesellschaftlichen Verantwortung ein internationaler Standard veröffentlicht worden.

Der Leitfaden richtet sich bewusst nicht nur an Unternehmen, sondern an alle Organisationsformen wie NGOs, Verbände, öffentliche Einrichtungen, die Wissenschaft, Stiftungen etc.

Die International Organization for Standardization (ISO) betont die universelle Anwendbarkeit der Norm, die unabhängig von Tätigkeitsfeld, Größe, Eigentümerstruktur, gesellschaftlichem Kontext, und den kulturellen oder religiösen Hintergründen gegeben sei.

Wird dem Leitfaden ein anderes Schicksal beschieden sein, als der Idee der Nonprofit Governance?