Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Archiv Juli, 2012

5 Fragen an … Pertti Hermannek und Ewald König vom Europa-Info-Portal EurActiv.de

Sonntag, 29. Juli 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach kurzer Sommerpause geht es weiter mit Teil XII der Serie zur EU-Interessenvertretung. In der Rubrik „5 Fragen an…“ stehen diesmal Ewald König, Herausgeber und Chefredakteur sowie Pertti Hermannek, Geschäftsführer von EurActiv.de zur Verfügung.

V//T: EurActiv.de ist ein Portal für europäische Nachrichten, Hintergründe und Positionen und versteht sich als Plattform für EU-Akteure und Europa-Interessierte. Für die, die das Angebot noch nicht kennengelernt haben: Was bietet EurActiv genau?

EK/PH: EurActiv.de bringt Nachrichten aus dem Spannungsfeld zwischen Berlin und Brüssel, zwischen Deutschland und der Europäischen Union. Es liefert Analysen und Hintergründe, erkennt frühzeitig Themen, erzeugt Debatten. EurActiv.de ist Plattform für Positionen und Gegenpositionen. Großzügige Verlinkungen zu Dokumenten, Studien, Interviews und Medienberichten machen es zum wertvollen Arbeitsinstrument.

EurActiv.de ist ein unabhängiges Medium und Unternehmen. Unabhängig auch von EU-Institutionen, von großen Medienhäusern und von politischen Parteien. Diese Unabhängigkeit wissen die Leser und Kunden zu schätzen.

V//T: Viele Verbände sind in ihren Ressourcen limitiert, erkennen aber, dass es – unabhängig von der Existenz einer europäischen Dachorganisationen – einer qualitativen Information und Analyse zu relevanten europäischen Themen und Entwicklungen bedarf. Wie kann EurActiv.de hier unterstützen und mit welchem Kostenrahmen ist zu rechnen?

5 Fragen an … Sylvia Gotzen zum Lobbying des europäischen Dachverbandes FIGIEFA

Mittwoch, 11. Juli 2012

Teil XI der Serie zur EU-Interessenvertretung

Sylvia Gotzen ist Generalsekretärin der Internationalen Dachverbandes des freien Kfz-Teilegroβhandels mit Sitz in Brüssel, kurz FIGIEFA (Fédération Internationale des Grossistes Importateurs et Exportateurs  en Fournitures Automobiles). Der Verband hat 24 Mitglieder aus 21 europäischen Ländern sowie fünf assoziierte Verbände aus Australien, Kanada und den USA und verfügt über sechs hauptamtliche Angestellte. Der Verwaltungsrat (Board of Directors) besteht aus sieben ehrenamtlich tätigen Personen von ebenso vielen nationalen Verbänden.

V//T: Frau Gotzen, welche zentralen Ziele verfolgt die FIGIEFA und welche Politikfelder der EU hat der Verband besonders im Auge?

SG: Die FIGIEFA setzt sich für die Aufrechterhaltung des freien Wettbewerbs im Kfz-Ersatzteil, Service – und Reparaturmarkt ein. Nur so haben Verbraucher eine Wahlfreiheit bei der Entscheidung, wo sie ihre Fahrzeuge warten und reparieren lassen möchten. Das klingt zunächst einmal simpel und selbstverständlich, ist es aber nicht, wenn es um das politische Tauziehen in Brüssel geht.

So benötigt der freie Kfz-Aftermarkt einen umfassenden und praxisgerechten Zugang zu den technischen Informationen der Fahrzeughersteller. Auch setzen wir uns für das Recht unserer Teilezulieferer ein, ihre Produkte in den gesamten Ersatzteilmarkt zu liefern und ihr eigenes Markenzeichen auch auf den Teilen anzubringen, die sie an die Fahrzeughersteller liefern.

Automobilhersteller sollen den Wettbewerb nicht dadurch verzerren dürfen, dass sie die gesetzliche Gewährleistung oder Garantien von Reparatur und Wartung bei ihren Vertragsbetrieben und mit von ihnen gelieferten Teilen abhängig machen. Dies sind nur einige Themen, die wir in Brüssel behandeln.

V//T: Die FIGIEFA versteht sich ausdrücklich als politischer Repräsentant der Branche. Was sind für Sie die Hauptwerkzeuge effektiven EU-Lobbyings und welche Rolle spielt dabei die Tatsache, dass der Verband seine Geschäftsstelle in Brüssel hat?