Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Archiv Mai, 2012

Veranstaltung: FASTBREAK – Digitale Verbandsarbeit im Dialog

Donnerstag, 31. Mai 2012

Für einen aktuellen Veranstaltungshinweis wird die Serie zum EU-Lobbying im Verbände//Talk unterbrochen.

Die digitale Verbandsarbeit rückt zunehmend in den Fokus zahlreicher Fachveranstaltungen, Workshops und Kongresse. Leider lässt der Arbeitsalltag nicht immer genügend Zeit, um das umfangreiche Informationsangebot zu sondieren und wahrzunehmen.

Das Xinnovations-Netzwerk lädt daher regelmäßig ein zum FASTBREAK, einem neuen Veranstaltungsformat für Verbände und Organisationen.

Bei einem gemeinsamen Themenfrühstück referieren IT-Fachleute zu Trends und Best Practices und bieten fundiertes Erfahrungswissen zum Einsatz moderner IT-Anwendungen in der Verbandsarbeit. Gleichzeitig ist FASTBREAK eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Kolleginnen und Kollegen austauschen und von deren Erfahrungen zu profitieren.

Thema des 2. FASTBREAK: “Effiziente Gremienarbeit mit digitalen Werkzeugen”

Wann:
Dienstag, den 12. Juni 2012
8:30 Uhr – 10:30 Uhr

Wo:
Konferenzzentrum der Heinroch-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Agenda:

08:30 Ankommen bei Café und Snacks
09:00 Impuls: Gremienarbeit effizient gestalten – vor, während und nach Sitzungen
Hennig Rietz, Leiter Verbandsportale in der Condat AG
09:45 Diskussion und Erfahrungsaustausch
10:30 Ende

Der Impulsvortrag zeigt anhand von Praxis-Beispielen aus Verbänden verschiedener Größe, mit welchen IT-Werkzeugen diese Prozesse effizienter gestaltet werden können.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Management-Verantwortliche in Verbänden und Organisationen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, eine Registrierung ist erforderlich. Bitte nutzen dazu das Online-Formular.

 

Ein Jahr Transparenzregister von EP und EU-Kommission

Donnerstag, 24. Mai 2012

Teil VII der Serie zum EU-Lobbying

Peinliche Berichte über Lobby-Affären haben in den vergangen Jahren Kommission und Parlament zu schaffen gemacht.

Dies hatte 2011 die Verhandlungen über ein gemeinsames Tragsparenzregister beschleunigt. Das Register von EP und Kommission (Verbände//Talk 2011) ist nun ziemlich genau ein Jahr alt.

Mit Stichtag 24.05.2012 waren 4910 Organisationen registriert. Darunter

  • 566 Beratungsfirmen/Anwaltskanzleien/selbständige Berater,
  • 2.335 In-House-Lobbyisten, Gewerkschaften, Wirtschafts-, Gewerbe- und Berufsverbände,
  • 1.414 Nichtregierungsorganisationen,
  • 303 Denkfabriken, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen,
  • 36 Organisationen, die Kirchen und Religionsgemeinschaften vertreten, und
  • 256 Organisationen, die lokale, regionale und kommunale Behörden, andere öffentliche oder gemischte Einrichtungen vertreten.

Von deutscher Seite sind Verbände von “A” wie  ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apotherkerverbände bis “Z” wie Zentralverband Oberflächentechnik e.V. registriert.

Organisationen wie Verbände und Unternehmen, die im Sinne des Registers In-House-Lobbyisten beschäftigen, müssen ihre diesbezüglichen Ausgaben schätzen. Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Forschungsinstitute sowie Organisationen, die Kirchen und religiöse Gemeinschaften vertreten, müssen dagegen ihr Gesamtbudget gemeinsam mit einer Aufschlüsselung ihrer Hauptfinanzierungsquellen angeben.

In einem weiteren Jahr wollen EP und Kommission eine Evaluation des Transparenzregisters vorlegen.

Weitere Informationen:

Eintrag in Lobbypedia

Statistiken des Transparenzregisters

 

 

Informationsveranstaltung zu Verbände-Lobbying bei EU-Themen

Montag, 14. Mai 2012

 

Die Deutschland-Redaktion des europapolitischen Portals EurActiv lädt gemeinsam mit der Meilenstein! Beratungskanzlei zu einer Informationsveranstaltung für Verbände ein:

 

„Perspektiven direkter Interessensvertretung für deutsche Verbände bei EU-Themen“

Datum: Donnerstag, 24. Mai 2012
Uhrzeit: 10:00 – 11:30 Uhr
Ort: Haus der Bundespressekonferenz, Raum 0107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin

Ziel der Veranstaltung ist es, verschiedenen Möglichkeiten der Interessensvertretung in Brüssel aufzuzeigen und die Bedeutung einer effizienten Kommunikationsstrategie auf europäischer Ebene zu verdeutlichen. Im Vordergrund werden Themen wie die europäische Öffentlichkeit, die Interessenvertretung im europäischen Mehrebenensystem sowie Praxisberichte aus der Verbandskommunikation in Brüssel und Berlin stehen.

Hier der Veranstaltungs-Link.

Für die Anmeldung und für Rückfragen steht Ihnen Ann-Katrin Bohmüller
(Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Maila.bohmueller@euractiv.de und 030 – 2088-9003) gern zur Verfügung.

 

5 Fragen an … Harald Keuchel zur Simulation von EU-Entscheidungsprozessen

Montag, 7. Mai 2012

Harald Keuchel ist Geschäftsführer der EuroSoc GmbH, eine Denkwerkstatt für Europäische Fragen, welche unter anderem anhand von Simulationen den typischen Entscheidungsprozess der EU erlebbar macht.

 

Teil V der Serie zur EU-Interessenvertretung

 

 

V//T: Herr Keuchel, die Entscheidungsfindung der Europäischen Union wirkt sehr komplex. Was macht sie so undurchschaubar und verwirrend?

HK: Wie jedes politische System ist das der EU sehr komplex, da Viele Interessen  in einem Entscheidungssystem zusammengebracht werden. Was aber die EU von nationalen politischen Systemen unterscheidet ist die persönliche Komponente: wenn wir einen politischen Sachverhalt nicht verstehen, bleibt uns nur das Vertrauen auf politische Entscheidungsträger, die wir wählen. Wir wissen grob, wofür sie stehen, und können sie einschätzen.

Eine solche Einordnung von Parteien und Persönlichkeiten fällt uns auf der europäischen Ebene viel schwerer. Dort sind Politiker unterwegs, die wir nicht kennen, deren Funktion und oft auch deren Habitus wir nicht verstehen. Also: ich glaube, dass die fehlende persönliche Bindung der Menschen an das politische System der EU, das Grundproblem der EU darstellen und sie so undurchschaubar erscheinen lässt. Das System an sich ist natürlich ziemlich komplex, aber aus der Perspektive eines Bürgers ist das meiner Meinung nach zweitrangig. Wie viele deutsche Wähler  verstehen schon die komplexe föderale Struktur der Bundesrepublik?

V//T: EuroSoc wirbt damit, dass sie die EU praxisnah und realitätsbezogen erklärt. Was bieten sie an und wer sind ihre Zielgruppen?