Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Archiv November, 2010

Die Gaga-Methode – Zum Politikkongress 2010

Dienstag, 30. November 2010

Die Verunsicherung bei Verbänden und anderen Akteuren ist nach wie vor beträchtlich: Setzt das Web 2.0 neue Rahmenbedingungen für die politische Interessenvertretung? Wie verändert sich das Informations- und Kommunikationsverhalten der Zielgruppen? Folgt Web 2.0-Lobbying anderen Gesetzmäßigkeiten? Kann Web 2.0 als Multiplikator meiner Anliegen neue Chancen eröffnen? Nutzen mir „Follower“ und „Freunde“ beim Lobbying?

Eine prominente Chance, der Verunsicherung strukturierte Informationen und systematische Aufklärung entgegenzusetzen, bot der diesjährige Politikkongress unter dem Titel „Public Affairs und Lobbying im Web 2.0“ und – hat diese Chance im Wesentlichen vertan.

5. Forum für Vereins- und Verbandsrecht

Mittwoch, 24. November 2010

Vor noch gut 15 Jahren existierten für Verbandsgeschäftsführer aus rechtlicher Sicht gleichsam paradiesische Zustände: Die Finanzverwaltung entdeckte die Verbände nur schüchtern als Quelle zur nachhaltigen Erhöhung von Steuereinkünften. Arbeitsrechtliche und gegebenenfalls betriebsverfassungsrechtliche Tatbestände waren beherrschbar, Herausforderungen aus sonstigen Rechtsfeldern waren Mangelware.

Neben ein paar satzungsrelevanten Fragestellungen, der Beachtung der zeitnahen Mittelverwendung für eine gemeinnützige Institution und der Strukturierung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes gab es eigentlich keine Herausforderungen, die nicht auch für Nicht-Juristen lösbar gewesen wären.

Das Paradies existiert nicht mehr und Verbände müssen sich mit größtenteils unbewusst eingegangenen Sündenfällen herumschlagen.

Verbandsmanagement – zurück zur Blümchenökonomie?

Donnerstag, 4. November 2010

Die Verbandsführung war lange Zeit eine BWL-freie Zone. Kennzahlen, Controlling und harte Fakten hatten kollektives Hausverbot. Sie galten als nicht kompatibel mit dem Führungsverständnis im gesamten Dritten Sektor, mit Idealismus, Ethik, Werten und Gemeinschaft. Seit eineinhalb Jahrzehnten professionalisiert sich die Verbändelandschaft systematisch. Nun kursieren erneut Aufrufe, die eine Renaissance eines Führungsstils propagieren, der insbesondere auf weichen Faktoren wie Vertrauen, Wertschätzung und Respekt beruht. Wie das?