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Mächtige Strategieberater entdecken Relevanz von Social Media

Freitag, 29. August 2014

Business man with binoculars.Auch die letzten Freunde der analogen Welt haben längstens verstanden: Social Media ist keine Modewelle, Wegducken ist keine Strategie.

Wer soziale Medien noch nicht aktiv nutzt, hat sich noch nie um Zielgruppen geschert.

Wir nutzen sie nicht nur für eine dialogische externe Kommunikation, sondern endlich auch für die interne Kommunikation, sie verändern nach und nach alle Prozesse in Organisationen (selbst die Human Ressources Abteilungen!) und sind so, nahezu unbemerkt, zentrale Treiber für die Organisationsentwicklung.

Nun haben auch die vorausschauenden Berater des Strategie-Tankers Roland Berger die Relevanz entdeckt und – immerhin fundiert – unter dem Titel „Wer teilt, gewinnt – zehn Thesen [veröffentlicht], wie Digitalisierung und Social Media unsere Unternehmen verändern“.

Hier die zehn Thesen:

  1. Social Media ist zur sozioökonomische Realität geworden
  2. Social Media hat sich zum Machtfaktor entwickelt
  3. Social Media ist eine Schlüsselfähigkeit
  4. Social Media ermöglicht neue Formen der Kundeninteraktion
  5. Social Media beeinflussen das Kaufverhalten – direkt und vor allem indirekt
  6. Social Media verändert die Markenführung
  7. Social Media revolutioniert die Zusammenarbeit im Unternehmen
  8. Social Media ist kein Selbstläufer
  9. Social Media folgt eigenen Gesetzen
  10. Social Media umreißt ein umfassendes Organisationsprinzip

Hier der Link zur ausführlichen Studie von Roland Berger.

Die Erkenntnis der Relevanz von Social Media entwickelt sich ganz typisch: von unten nach oben.

 

Ach ja. Die Strategie.

Mittwoch, 2. März 2011

Jochen Mai hat in der Karrierebibel auf eine Studie von Booz & Company hingewiesen, nach der 43 Prozent der befragten Manager anzeigten, dass ihr Unternehmen über keine klare Strategie verfügt.

50 Prozent der Manager gaben darüber hinaus an, dass etwaig vorhandene Strategien in der Organisation nicht überzeugend kommuniziert sind.

Was ist daher zu tun, fragte Booz & Company die Führungskräfte. Ihre Antworten:

  • Tagesentscheidungen sind besser auf die Gesamtstrategie abzustimmen (56 Prozent)
  • Strategische Entscheidungen sind zügiger umzusetzen (54 Prozent)
  • Es ist zunächst einmal überhaupt eine Strategie zu entwickeln (50 Prozent).

Nach meiner Erfahrung haben Führungskräfte in Verbänden grundsätzlich Anlass darüber nachzudenken, ob sich die Situation in ihrer Organisation vergleichbar darstellt. Ein Verweis auf den in Paragraph 2 der Satzung genannten Zweck des Verbandes ist selten ausreichend. Die Gleichung ist ganz einfach: Ohne Ziele und Strategien kein zielgerichtetes Handeln. Treten Sie Ihren Urlaub ohne klares Ziel an?

Der Selbsterfahrungstest ist mit der Beantwortung von drei Fragen schnell durchgeführt: Was wollen wir erreichen? Wie wollen wir es erreichen? Würden die Mitarbeiter auch so antworten?

Wo laufen sie denn? – Projekten fehlt oft Bezug zur strategischen Ausrichtung

Mittwoch, 21. Juli 2010

Projekte beginnen idealerweise mit einer Idee von Weiterentwicklung, Verbesserung oder auch nur mit dem Wunsch, ein Problem zu lösen. In einigen Fällen bilden Visionen die Grundlage einer Projektidee, meistens ist ein akuter Leidensdruck die Triebfeder.

Ob es nun einen Treiber oder eher einen Getriebenen für ein Vorhaben gibt, eine Erfahrung ist vorherrschend: Projekte werden erwogen, weil andere Verbände bereits einen ähnlichen Schritt hinter sich haben, ein maßgebliches Mitglied das Vorhaben freundlich aber bestimmt empfiehlt, oder aber ein Mitglied der Verbandsführung aus unterschiedlichster Motivaton heraus eine Marschroute vorgibt.

Der einzig relevante Maßstab bleibt jedoch regelmäßig außen vor: Ein Vorhaben hat sich nach definierten übergeordneten Verbandszielen auszurichten. Oder andersherum: Aus den aktuellen Zielen bzw. aus einer Strategie zur Erreichung dieser Ziele ergeben sich Projekte und leiten sich Vorhaben ab.