Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Archiv für die Kategorie: Social Media

YouTube-Clip erklärt Social-Media-Regeln für Mitarbeiter

Sonntag, 12. Mai 2013

Bei vielen großen Unternehmen sind Social-Media-Richtlinien Standard. Sie geben der Kollegenschaft vor, wie sie Social Media-Kanäle mit dem Ziel nutzen sollen bzw. dürfen, dem Unternehmen möglichst zu nutzen, zumindest aber nicht zu schaden.

Wir wissen, dass die Nutzung eines Social Media-Angebots durch den Einsatz von Bildern und Videos tendenziell steigt.

Konsequenter Weise geht die Generali-Gruppe in Deutschland bei der Vermittlung von Social Media-Richtlinien eben diesen Weg: Anstatt lange Texte an die Mitarbeiter auszugeben, wurde eine Agentur mit der Erstellung eines Video-Clips beauftragt.

Die zentralan Aussagen des Clips lauten:

  • Gute Kommunikation verzichtet auf Anfeindungen, Beleidigungen und Verleumdungen.
  • Schlechter Stil wirft kein gutes Licht auf Sie oder die Generali Versicherungen.
  • Firmen-Interna oder Kritik an der Konkurrenz sind in privaten Netzwerk-Profilen nicht gut aufgehoben.
  • Äußerungen über die eigene Firma sind eine persönliche Meinung und sollten auch so beschrieben werden.
  • Achten Sie auf das Urheberrecht zu Texten, Fotos etc.
 

MdB veröffentlicht Social Media-Leitfaden

Montag, 29. April 2013

Immer mehr Bundestags-Abgeordnete nutzen Social Media-Kanäle. Dieser Hinweis hat weder Neuigkeitswert, noch ist er überraschend.

Wenn ein MdB jedoch einen “Leitfaden Social Media 2013″ veröffentlicht, dann ist das eine Nachricht!

Es geht um den CDU-MdB Dr. Peter Tauber, der mit dem nachfolgenden Leitfaden den Einsatz sozialer Medien für die politische Kommunikation thematisiert.

In einem Kurz-Interview äußerst sich Dr. Tauber über die Beweggründe, den Leitfaden zu verfassen, die Möglichkeiten von Social Media in der politischen Kommunikation und ihre Bedeutung bei der kommenden Bundetagswahl.

Dr. Tauber bei twitter und bei facebook.

SocialMedia Leitfaden Peter Tauber 2013

 

Social Media-Nutzung von Bundestagsabgeordneten

Mittwoch, 6. März 2013

Grafik Anzahl Abgeordnete Social Media_updateVerbände, die politische Interessenvertretung betreiben wissen, ein belastbares Netzwerk persönlicher Kontakte zu den jeweils relevanten Entscheidungsvorbereitern und Entscheidungsträgern ist nach wie vor entscheidender, als jeder andere Kanal.

Dessen ungeachtet ist es grundsätzlich ständige Aufgabe zu ermitteln, wie die Zielgruppen einer Organisation kommunizieren, welche Kanäle sie benutzen, wie sie also erreicht werden können.

Politisch arbeitende Verbände müssen folglich wissen, welche der für sie relevanten Bundestagsabgeordneten (auch) über welche Social Media-Kanäle kommunizieren.

Dies ist mitunter ein mühsames Unterfangen. Dank Martin Fuchs gibt es jetzt eine aktuelle quantitative Betrachtung mit dem Stichtag 21. Januar 2013, die er in seinem Blog Hamburger Wahlbeobachter vorgelegt hat.

Da es sich wirklich lohnt, die schön aufgearbeitete Nutzung von Social Media-Profilen der 620 MdBs je Netzwerk und Fraktionen selbst zu studieren, an dieser Stelle nur folgende Informationen:

  • 86 Prozent aller Bundestagsabgeordneten besitzen mindestens ein Social-Media-Profil
  • Die Spannbreite reicht von der aktiven Nutzung von bis zu acht Profilen bis zur Nutzung von nur einem XING-Profil
  • 85 Abgeordnete besitzen aktuell kein Social-Media-Profil

Ich bin davon übereugt, dass sich die Anzahl der MdBs ohne Social Media-Profil nach der Bundestagswahl mindestens halbieren wird.

Hier nun verschiedene Links zu Thema:

 

Social Media in Verbänden – Risiken und Nebenwirkungen

Mittwoch, 20. Februar 2013

Arzt zeigt mit Daumen nach obenKommende Woche findet in Berlin eine Veranstaltung zum Einsatz von Social Media in Verbänden statt. “Social Media – Risiken und Nebenwirkungen, wenn sich Verbände mit dem Thema (nicht) beschäftigen” lautet der lange Titel und findet im Rahmen der Reihe „FASTBREAK – Digitale Verbandsarbeit im Dialog“ statt.

Ausgehend vom Verständnis, dass Social Media weniger eine Technik als zunächst eine Haltung ist, diskutiert der Vortrag, welche mitunter schwerwiegenden kulturellen, strategischen und organisatorischen Voraussetzungen nötig sind, um einen erfolgreiche Einsatz der sozialen Medien in Verbänden sicher zu stellen.

Zudem werden Risiken und Nebenwirkungen beleuchtet, die ein Verzicht auf die Nutzung von Social Media mit sich bringt.

An dieser Stelle wollte ich eigentlich auf diese Veranstaltung hinweisen, allerdings war sie bereits nach kurzer Zeit ausgebucht. Nun wird über einen Nachfolgetermin nachgedacht.

Für alle Interessenten daher nachfolgend ein Hinweis des Veranstalters:

Vor dem Hintergrund des großen Interesses am Themenfrühstück zu Social Media in der Verbandsarbeit erwägen wir derzeit, ggf. einen Nachfolgetermin anzusetzen. Wenn Sie weiterhin an einer Teilnahme interessiert sind, schreiben Sie bitte eine kurze Nachricht per E-Mail an stefan.grill@xinnovations.org, damit wir Sie über die weiteren Planungen informieren können.

Hier der Link zur Veranstaltung.

 

Studie zur Social Media-Nutzung in Verbänden

Freitag, 7. Dezember 2012

Berichte, Fachartikel, Posts oder gar Studien zum Kommunikationsverhalten von Individuen oder Organisationen sind seit einigen Jahren ohne die Berücksichtigung der sozialen Medien mehr als unvollständig.

Im Fokus von Untersuchungen stehen zumeist Unternehmen, Verbände sind leider viel zu selten Gegenstand einer gesonderten Betrachtung.

Vergangene Woche nun berichteten Presseportale über eine Studie zum Nutzerverhalten von sozialen Medien durch Verbände aus den Bereichen Medien und Kommunikation, Tourismus, Food und Beverage, Textil, Kosmetik, Handel und Kinder- und Familiengüter.

Für die Studie standen 43 Verbände zur Verfügung. Sie wurden laut Pressemitteilung zu ihrer Nutzung von Social Media befragt sowie ihre Aktivitäten „unter die Lupe genommen“.

Ergebnisse der Studie sind in nebenstehender Grafik zusammengefasst.

Zusätzlich enthält die Pressemeldung die Information, dass von der Webseite „vieler Verbände“ nicht auf ihre eigenen Social Media Kanäle geleitet wird.

Die Grafik wie auch die Informationen beruhen ausschließlich auf der zugrundliegenden PM. Nach Aussage der Herausgeber ist eine Veröffentlichung der Studie leider nicht vorgesehen.

Sie hätte vielleicht Auskunft daüber gegeben, wie sich „nutzen“ genau definiert. Betreiben die Verbände über die genannten Kanäle ein aktives Monitoring? Haben die Verbände jeweils einen eigenen Account? Wird dieser in jedem Fall aktiv genutzt? Die Nutzung eines eigenen Youtube-Kanals von 54 Prozent der teilnehmenden Verbände erscheint überraschend hoch.

Die Herausgeber resümieren, dass die Studie aufzeige,
- wie Verbände im Social Web aufgestellt sind,
- Social Media in den Verbänden „angekommen sei“
- bei der Nutzung „viele Ziele angestrebt“ werden,
- und noch Potenzial bestehe, da nur wenig Zeit in die Aktivitäten investiert werde.

Diskutieren lässt sich all dies an dieser Stelle nicht. Gegebenenfalls ist beispielsweise die dargestellte Nutzungszeit pro Kanal und Woche adäquat, sofern sie sich auf das Einspielen eigener Beiträge bezieht und nicht auch die Zeitressourcen für das Monitoring meint.

Vielleicht finden die Herausgeber doch noch einen Weg, die Ergebnisse detaillierter vorzustellen.

 

Für das erste Mal! Leitfaden Social Media vom BITKOM

Montag, 12. November 2012

„Social Media ist wie Sex bei Teenagern: Jeder will es tun, keiner weiß genau, wie’s geht. Und wenn es endlich passiert ist, war es nicht so toll wie gedacht.“

Ich bin nicht sicher, ob Avinash Kaushik, dem dieses Zitat zugeschrieben wird, eine wirkliche Idee davon hat, was Teenager heutzutage über Sex wissen – in Theorie wie Praxis.

Eins aber ist zumindest bei Verbänden immer noch gewiss: eine verbreitete Unsicherheit über Möglichkeiten, Voraussetzungen und Einsatz von sozialen Medien.

Die 2. Auflage des Leitfaden Social Media vom BITKOM schafft definitiv Abhilfe.

“Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit” beim Verbände-Themenfrühstück FASTBREAK

Dienstag, 16. Oktober 2012

Nach der letzten Ausgabe von “FASTBREAK – digitale Verbandsarbeit im Dialog”  zum Thema “Datenschutz und IT-Sicherheit” fokussiert die aktuelle Ausgabe “Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit”.

Welche sozialen Netzwerke für die Öffentlichkeitsarbeit von Verbänden und Organisationen relevant sind, welche Besonderheiten die Kommunikation im Web 2.0 aufweist und welche Erfahrungen die Teilnehmer bereits gemacht haben, wird wie immer in entspannter Frühstücksrunde diskutiert.

Den Impulsvortrag hält Felix Schwenzel von der EsPresto AG, ein Blogger der ersten Stunde und ausgewiesener Kenner der Social-Media-Welt.

Wann:
Donnerstag, den 25. Oktober 2012
8:30 Uhr – 10:30 Uhr

Wo:
Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Thema:
Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit

Ablauf:

08:30 Ankommen bei Café und Snacks
09:00 Impuls: Social Media in der Öffentlichkeitsarbeit
Felix Schwenzel, EsPresto AG
09:45 Diskussion und Erfahrungsaustausch
10:30 Ende

Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an Management-Verantwortliche in Verbänden und Organisationen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, eine Registrierung ist erforderlich. Bitte nutzen Sie dazu das Online-Formular.

 

„Ich will Europa“: Lassen sich politische Kampagnen über Soziale Medien transportieren?

Donnerstag, 6. September 2012

Seit einigen Wochen will ein Bündnis von elf großen deutschen Stiftungen der wachsenden europakritischen Stimmung in der Bevölkerung mit einer breit angelegten Kampagne entgegentreten, die Europa als Herzensangelegenheit thematisiert.

Selbstverständlich, so möchte man sagen, sind auch Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Youtube in die Kampagne integriert. Mit Erfolg?

Mit dem heutigen Datum folgen den 34 Tweets 127 Follower, gefällt die Facebook-Seite 5.602 Personen und haben den YouTube-Kanal 75 Personen abonniert, während 52.349 Videoaufrufe gezählt werden. Die Kommentare auf der Facebook-Seite sind gegenüber der Kampagne und den Themen-Botschaftern aus Medien, Politik und Gesellschaft durchweg kritisch.

Also ist die Operation gelungen, der Patient aber tot?

Das meint immerhin der Blog-Kollege Matthias-M. Pook im Netzschnipsel wenn er titelt: „Ich will Europa: Warum Social Media für politische Kampagnen nicht taugen“. Aber ist das so einfach?

Warum wir alle Chief Listening Officers werden müssen

Freitag, 23. März 2012

Für jeden Verband ist eine professionelle Kommunikation überlebenswichtig. Das Bewusstsein über die Zielgruppen und wie sie kommunizieren ist Basis für eine erfolgreiche Verbandsarbeit.

Soweit der verbale Griff in die Schublade der alten Hüte und Selbstverständlichkeiten.

Das Verständnis für eine zielgruppengerechte Kommunikation ist organisatorisch regelmäßig bei der dafür die Verantwortung tragenden Geschäftsführung bzw. der Kommunikationsleitung aufgehängt.

Dies erscheint eingedenk der überragenden Rolle und zunehmenden Komplexität aller Aspekte der Kommunikation nicht mehr weiter ausreichend. Das Anforderungsprofil für alle Verbands-Mitarbeiter wird sich diesbezüglich ändern.

Thank God, we´ve got Social Media!

Freitag, 2. Dezember 2011

Nach wie vor löst auch nur der Gedanke an das Thema Soziale Medien bei einigen Verantwortlichen in der Verbändewelt abwechselnd Stirnrunzeln, Kopfschütteln und Magenschmerzen aus. Diese fremde Dimension, aber auch angenommene und tatsächliche kulturelle Herausforderungen hinsichtlich Transparenz und dem Teilen von Wissen führen dazu, dass das Drei-Affen-Prinzip des nichts (Böses) sehen, nichts hören, nichts sagen, vielfach in Perfektion gelebt wird.

Tatsächlich sollten wir dem – um es noch einmal klar zu sagen: unweigerlichen und teilweise bereits vollzogenen – Einzug der Sozialen Medien in die Verbandsarbeit dankbar sein!