Das Blog zur Interessensbildung, Meinungsbildung Interessenvertretung von Verbänden

Pflichttermin: 13. Deutscher Verbändekongress

20. Januar 2012
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„Was macht einen Verband erfolgreich?“ ist am 27. und 28. Februar in Düsseldorf die Leitfrage des diesjährigen Deutschen Verbändekongresses. Und gemeint sind keine Erfolgskriterien für das neu begonnene Jahr 2012. Unter dem Konferenztitel „Verbandsarbeit 2020“ richten die Veranstalter dazu vielmehr einen Blick in die längerfristige Zukunft.

Was erwartet die Teilnehmer?

5 Fragen an … Maya Biersack zum Einsatz von Wikis in Verbänden

10. Januar 2012
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Maya Biersack ist im Vorstand der EsPresto AG, einem Full-Service IT-Dienstleister mit Sitz in Berlin. Im Rahmen des Themas “Wikis und Wissensmanagement” bietet die EsPresto AG Beratung wie auch Implementierung und Wartung dieser Systeme an. Das Berliner Unternehmen hat Wiki-Lösungen bereits in Verbänden, aber auch in namhaften Unternehmen, wie “Apollo Optik”, “maxdome” oder der “Berliner Stadtreinigung”  erfolgreich eingesetzt.

 

 

 

 

V//T: Frau Biersack, wir alle nutzen Wikipedia als die wohl umfangreichste und am meisten genutzte öffentliche Online-Enzyklopädie, also als Wissensmanagement-Plattform. Informationen und Wissen gibt es auch in Verbänden zu organisieren. Was prädestiniert Wikis darüber hinaus für die tägliche Verbandsarbeit?

MB: Man denkt beim Begriff „Wiki“ zunächst an ein Lexikon, allerdings sind die verbandsinternen Einsatzmöglichkeiten und der Nutzen von Wikis weitaus vielfältiger.

Einen wesentlichen Punkt stellt die Zusammenarbeit an Dokumenten dar. So können Positionspapiere, Stellungnahmen und Fachartikel komfortabel gemeinsam erstellt und permanent weiterentwickelt werden. Die Dezentralität spielt hierbei keine hinderliche Rolle: Das Dokument liegt zentral im Wiki und kann von den verschiedenen Standorten aus bearbeitet werden. Eine Kommentarfunktion erlaubt zusätzlich die inhaltliche Diskussion über den entstehenden Artikel. Alle Änderungen am Artikel werden mit Autor und Datumsstempel dokumentiert.

Da die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit – z.B. der Fachkreise im Wiki – für alle Mitglieder sichtbar sind, entsteht eine hohe Transparenz: Die Mitglieder erkennen die aktuellen Themen und können die Entstehung der einzelnen Artikel/Stellungnahmen nachvollziehen. So entsteht einfach durch die Zusammenarbeit eine Wissensbasis, in der Inhalte mit Hilfe einer ausgereiften Suchfunktion schnell gefunden werden können.

Neben der Diskussion am Fachartikel enthalten viele Wiki-Systeme auch die Blog-Funktion, so dass das Wiki als universelles Kommunikationsmedium im Verband für die tägliche Nutzung sehr geeignet ist.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die Mailboxen entlastet werden und die Beteiligten Kommunikation und Inhalte an einem Ort vorfinden.

V//T: Für viele Verbände wird Qualitätsmanagement immer interessanter. Die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement hat mit DGVM ZERT sogar ein auf der ISO 9001 basierendes Management- und Zertifizierungssystem entwickelt. Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess lässt sich über ein Wiki sicherlich ideal unterstützen. Gilt das für alle Anforderungen eines QM-Systems?

Lobbyisten-Register kommt doch – in Brandenburg

2. Januar 2012
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Berlin ist derzeit nun wirklich nicht arm an gewichtigen Problemen: Ist der Euro noch zu retten? Wann wird Steinbrück SPD-Kanzlerkandidat? Schafft es die FDP noch bis zum Ende der Legislaturperiode? Schafft es Wulff noch bis Februar?

Da können schon mal Fragen und Entwicklungen aus dem Blick geraten, die noch vor kurzem die Hauptstadt und alle Akteure entlang politischer Entscheidungsfindung spürbar bewegt haben: Nämlich, ob ein Lobbyisten-Register eine gewünschte, pardon, eine geeignete Maßnahme darstellt, Transparenz in politische Entscheidungsprozesse und Vertrauen in die Demokratie zu befördern.

2011 – ein kleiner Rückblick

22. Dezember 2011
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Erneut ein Bundespräsident vor dem Sturz, Schulden- und Bankenkrise, Freiheitsbewegungen mit unzähligen Menschenopfern – Deutschland, Europa und die Welt boten in diesem Jahr eine Menge auf, um Politik, Politikwissenschaftler und Blogger in Atem zu halten.

Wir haben es hier eine Nummer kleiner und beschäftigen uns mit der internen Interessenkoordinierung und externen Interessenvertretung von Verbänden. Folgende Aspekte und Themen gehören in meinen persönlichen Rückblick auf das Jahr 2011:

Studie der DGPF zu „Megatrends“ und HR-Trends

20. Dezember 2011
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Der demografische Wandel (82%), der Wertewandel (70%) und die Digitalisierung und Virtualisierung der Arbeit (49%) sind nach Meinung von 140 Personalverantwortlichen die Megatrends der kommenden drei Jahre.

Zu den Hauptaufgaben, die das Personalmanagement in der gleichen Zeit stark prägen werden, zählen Personalmanager die Erhaltung und Förderung des Mitarbeiter-Engagements, die Bindung strategisch wichtiger Mitarbeitergruppen, das Employer Branding und eine systematische Führungskräfteentwicklung.

Zusätzlich haben die Aspekte Work-Life-Balance, psychische Belastungen, Gesundheitsmanagement, lebensereignisorientiertes Personalmanagement und Social Media seit dem letzten Trendbarometer 2009 spürbar an Bedeutung gewonnen.

Otto-Brenner-Stiftung fordert „Marktordnung für Lobbyisten“

7. Dezember 2011
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Nein, nicht schon wieder, mag es einem stöhnend entweichen. Nicht schon wieder ein Aufruf, Lobbyisten an die publizistische Wand zu stellen, da sie ahnungslose Abgeordnete mit Chuzpe und Champagner zu Entscheidungen gegen das gesellschaftliche Allgemeininteresse bewegen und damit die Demokratie aufs Spiel setzen.

Aber die am Nikolaus-Tag der Öffentlichkeit vorgestellte Studie der Otto-Brenner-Stiftung ist immerhin ein lesenswerter Versuch, abseits skandalträchtiger Einzelfälle etwas fundierte Ordnung in die Diskussionslandschaft zu bringen.

Thank God, we´ve got Social Media!

2. Dezember 2011
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Nach wie vor löst auch nur der Gedanke an das Thema Soziale Medien bei einigen Verantwortlichen in der Verbändewelt abwechselnd Stirnrunzeln, Kopfschütteln und Magenschmerzen aus. Diese fremde Dimension, aber auch angenommene und tatsächliche kulturelle Herausforderungen hinsichtlich Transparenz und dem Teilen von Wissen führen dazu, dass das Drei-Affen-Prinzip des nichts (Böses) sehen, nichts hören, nichts sagen, vielfach in Perfektion gelebt wird.

Tatsächlich sollten wir dem – um es noch einmal klar zu sagen: unweigerlichen und teilweise bereits vollzogenen – Einzug der Sozialen Medien in die Verbandsarbeit dankbar sein!

Verbände am Rande des Lobbyings – FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland

24. November 2011
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Die Welt der Interessen vertretenden Verbände ist traditionsreich, seriös, gewichtig und damit per se eine ernste Angelegenheit. Dass alle, aber wirklich alle denkbaren Interessen in Deutschland in Verbänden organisiert sind, ist für die meisten Betrachter bewiesene Gewissheit.

Der Verbände//Talk stellt in loser Folge Verbände vor, die Belange vertreten, die nicht unbedingt an vorderster Front der Interessenvertretung zu vermuten sind und deren Lobbying uns nicht täglich begegnet; Verbände, die uns die gesamt Breite der Interessenvertretung in Deutschland vor Augen führen.

Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. wurde am 23. Februar 1985 in Berlin gegründet und versteht sich als Fußgängerschutzverein mit der Aufgabe, „… die Stimme der Fußgänger in die öffentliche Diskussion einzubringen. Der Verein hat sich zu einem Fachverband entwickelt, der von Bundesministerien als Lobby in Diskussionsprozesse einbezogen wird und für seine fachliche Qualifikation und hohe Effizienz bekannt ist.“

Der im Wesentlichen ehrenamtlich geführte Verband erscheint sehr aktiv. Er hat von Aspekten zur Stadtplanung bis zum Verkehrsrecht und der Verkehrssicherheit zu zahlreichen Themen Positionen und Forderungen formuliert, realisiert auf kommunaler Ebene Projekte und ermöglicht jeweils die Mithilfe bei der Umsetzung, der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit oder bei der Medienerstellung.

Zudem gibt FUSS e.V. die Zeitschrift mobilogisch heraus und veranstaltet mit der Schwesterinstitution UMKEHR e.V. – Informations- und Beratungsbüro für Verkehr und Umwelt den Bundesweite Umwelt- und Verkehrskongress BUVKO.

 

Die Lobby für Familie – Beispiel machtloser Interessenvertretung

17. November 2011
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Mit dem Instrument des „Internationalen Tages“ lenken die Vereinten Nationen die öffentliche Aufmerksamkeit auf unhaltbare Zustände oder gedenken jeweils einer bedrohten Spezies. Dazu gehört offensichtlich auch die Familie, die jährlich am 15. Mai Namensgeber des Internationalen Tages ist.

Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Familie und Kindern haben fundamentale Bedeutung für die Entwicklung einer Gesellschaft, und damit für nahezu sämtliche relevanten Politikfel